Tipps zum Finden von Motiven und Vorlagen für die Acrylmalerei 

Sicherlich ist es den meisten schon so ergangen, dass sie gerne mal wieder ein Acrylbild gemalt hätten, aber einfach keine Idee für ein Motiv vorhanden war. Gerade für Anfänger und weniger erfahrene Hobby-Künstler ist es dann hilfreich, wenn eine kleine Auswahl an Vorlagen und möglichen Motiven vorhanden ist, auf die sie zurückgreifen und aus der sie etwas auswählen können.

Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, tatsächlich ganz spontan zu malen. In diesem Fall werden weder Motive noch Vorlagen benötigt, sondern der Künstler lässt sich das Bild einfach selbst entwickeln.

Dazu nimmt er irgendeine Farbe auf seinen Pinsel auf und lässt den Pinsel über die Leinwand gleiten. Dies wird dann in mehreren Vorgängen wiederholt, bis ein Bild entstanden ist. Vielfach ergibt sich auf diese Weise ein Hintergrund, der eine Idee für ein Bild liefert und entsprechend ausgearbeitet werden kann, sofern das Bild kein abstraktes Acrylbild bleiben soll.

Diese Art des Malens, die übrigens häufig auch im Rahmen von Therapien angewandt wird, ist jedoch sicherlich nicht für jeden Hobby-Künstler geeignet.

Wer sich also lieber eine Sammlung mit Motiven und Vorlagen anlegen möchte, auf die er zurückgreifen kann, wenn er Lust hat, sich mit der Acrylmalerei zu beschäftigen, findet im Folgenden einige Tipps und Ideen zum Finden von Motiven und Vorlagen für die Acrylmalerei: 

Fotos

Sicherlich verfügt jeder über unterschiedliche Fotos, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Hierbei kann es sich beispielsweise um Portraits, um Schnappschüsse von Reisen oder auch um Fotos von Festen und anderen Anlässen handeln. Alle diese Fotos eignen sich hervorragend als Vorlagen für Acrylbilder, wobei es gar nicht darauf ankommt, die Fotos detailgetreu nachzumalen. Es geht vielmehr darum, Vorlagen und Motive zu finden, die als Anregung und als Anhaltspunkte für die Zusammenstellung der Flächen und Farben auf dem eigenen Acrylbild dienen.

Der Hobby-Künstler kann sich aber auch gezielt auf die Suche nach schönen Motiven machen. Auf einem Spaziergang beispielsweise kann er Fotos schießen, wobei es gar nicht so sehr darauf ankommt, wie die Lichtverhältnisse sind oder ob die Fotos gestochen scharf ausfallen.

Auch hier gilt wieder, dass die Fotos nur als Anhaltspunkte dienen und möglichst viel Spielraum für eigene Ideen lassen sollten. Hilfreich für Anfänger ist außerdem, wenn die Fotos nicht in Farbe, sondern als Schwarz-Weiß-Bilder ausgedruckt werden.

In diesem Fall zeigt die Vorlage lediglich die Verteilung von hellen und dunklen Flächen und der Hobby-Maler kann die Farbgebung ganz so gestalten, wie ihm gerade der Sinn steht, ohne dass er zu sehr vom Original beeinflusst wird.

 

Muster aus Büchern und Zeitschriften

Sehr interessante Muster und Motive finden sich auch in Büchern und Zeitschriften, wobei diese Medien gar nichts mit Kunst oder Malerei zu tun haben müssen.

In Garten-, Reise- oder Modemagazinen finden sich beispielsweise häufig sehr schöne Aufnahmen von Landschaften, Blumen, Mode oder Personen, in Handarbeitsheften finden sich interessante Muster und in Technik- und Architekturbüchern sind vielfach Zeichnungen abgedruckt, die sich hervorragend in Acryl umsetzen lassen. Gleiches gilt auch für Biologie-, Geographie- oder Geologiebücher.

Abbildungen von Steinformationen oder Wasser beispielsweise eignen sich prima für abstrakte Acrylbilder. Ähnlich wie Fotos müssen auch solche Vorlagen nicht originalgetreu nachgemalt werden, sondern es geht vielmehr um die Strukturen und die Farben als Fundgrube für Ideen. 

 

Bilder und Abbildungen anders sehen

Sehr interessant kann es sein, unterschiedliche Bilder, Fotos und Abbildungen nur in Ausschnitten zu betrachten. Viele Anfänger sehen ein Motiv, trauen sich aber nicht zu, dieses nachzumalen, weil es sehr schwierig erscheint oder viele kleine Details enthält. Genauso können bestimmte Motive schlichtweg langweilig sein, denn wer bereits zehn Blumenbilder gemalt hat, möchte vielleicht nicht auch sein elftes Bild als Blumenbild malen. Abhilfe hierbei kann ein ganz einfacher Tipp schaffen.

So kann sich der Hobby-Künstler einen kleinen Rahmen basteln, indem er ein quadratisches oder ein rechteckiges Feld aus einem Stück Pappkarton ausschneidet. Mit diesem Passepartout kann er dann über Bilder und Fotos in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften fahren. Es ist überaus interessant, welche Motive aus Teilausschnitten entstehen.

Zum Teil werden auf diese Weise nämlich Details sichtbar, die auf den ersten Blick gar nicht zu sehen waren, zum Teil entsteht in dem Rahmen ein völlig neues Bild, das gar nicht mehr als Bestandteil des ursprünglichen Bildes zu erkennen ist.

         

Linien übertragen

Eine sehr einfache Methode für eigene Acrylbilder besteht darin, Motive und Vorlagen mithilfe von Kohlepapier zu übertragen. Dazu wird das Kohlepapier auf den Malgrund gelegt, darüber wird dann irgendeine Vorlage wie ein Foto, eine Postkarte oder ein Zeitungsausschnitt drapiert.

Anschließend kann der Hobby-Künstler nur die wichtigsten oder einige ausgewählte Linien nachfahren. Auf seiner Leinwand entsteht dadurch eine Vorlage, die meist nur noch entfernt an das Ursprungsmotiv erinnert und viel Raum für Kreativität und eine phantasievolle Ausgestaltung bietet.

Weiterführende Anleitungen und Tipps für Acrylfarben:

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