Anleitung zur Guache Malerei

Infos und Anleitung zur Guache Malerei

Gouache, die sich vom italienischen guazzo für Lache ableitet, bezeichnet eine Maltechnik mit meist deckenden, wasserlöslichen Farben. Im Gegensatz zu Aquarellfarben, die ebenfalls mit Wasser vermalt werden, wirken Guache-Farben durch den deckenden Auftrag eher matt, zudem wird auch die Farbe Weiß genutzt.

Da überdies auch ein pastoser Auftrag der Farben möglich ist, können Furchen und Farbgrate erzeugt werden, die an die Acryl- und Ölmalerei erinnern.

Guache-Farben setzten sich aus Farbpigmenten und einem Bindemittel zusammen, daneben wird ein Streckmittel wie beispielweise Kreide beigemischt, wodurch die Farben ihre Deckkraft und ihre Konsistenz für einen pastosen Auftrag erhalten.

Anleitung

 

Hier nun die wichtigsten Schritte für das Malen einer Bildes mit Guache-Farben

1.       Vorzeichnen.

Zuerst wird das Motiv vorgezeichnet. Am besten eignet sich hierzu ein weicher Bleistift, wobei die Skizzierung später durch die Farben vollständig abgedeckt sein wird. Darauf folgt eine Untermalung, bei der die gesamte Malfläche mit einem 20er Haarpinsel übermalt wird. Der Farbauftrag erfolgt hier allerdings nicht deckend, sondern lasierend.

Zudem werden die wichtigsten Licht- und Schattenpunkte angelegt. Der Sinn dieser Untermalung liegt darin, dem Bild einen mittleren Farbton zu geben, von dem aus dann entweder zu hellen oder zu dunklen Farben hin gemalt wird. Als Grundregel gilt dabei, dass deckende Farbflächen von dunkel nach hell und lasierende Farbaufträge von hell nach dunkel gemalt werden.

Ist die Untermalung fertig, muss das Bild etwa 24 Stunden lang getrocknet und gepresst werden. Dazu wird der Malgrund zwischen trockenes, sauberes Papier gelegt, mit Zeitungspapier eingeschlagen und auf geradem, festen Untergrund liegend mit Gewichten beschwert. 

 

 

2.       Farbflächen einteilen.

Nun wird das Bild in groben Zügen eingeteilt, wozu der gesamte Malgrund ein zweites Mal mit einem etwas dunkleren oder helleren Farbton übermalt und die Farbflächen grob angelegt werden.

Auch in diesem Schritt wird die Farbe noch nicht vollständig deckend aufgetragen, allerdings ist wichtig, genug Farbe aufzutragen, um die Farbflächen miteinander mischen zu können. Als Malwerkzeug kommen je nach Bildgröße 5er bis 10er Pinsel zum Einsatz. Nach diesem Schritt wird das Bild erneut getrocknet und gepresst.

 

3.       Licht und Schatten.

In diesem Schritt werden die hellen und die dunklen Flächen vorbereitet. Um dunkle Farbflächen zu erhalten, wird der jeweiligen Farbe Schwarz beigemischt, tiefdunkle Bereiche entstehen durch Farben wie Grün, Blau oder Magenta-Rot, die übereinander gemalt werden.

Dazu werden die Farben direkt aus der Tube oder dem Kasten aufgetragen und auf dem Bild selbst vermischt. Daneben werden auch die hellen Farbflächen vorbereitet und das Bild anschließend wieder gepresst.

 

4.       Plastizität.

Um die Farbflächen nun miteinander zu vermischen und sanftere Übergänge zu malen, werden die Farben mit einem in Wasser getauchten Pinsel angefeuchtet und vermischt. Wichtig hierbei ist, dass das Wasser regelmäßig ausgewechselt wird, da das Bild ansonsten zu matt und grau wird.

Allerdings verlieren die Farben beim Vermischen immer etwas an Leuchtkraft, weshalb über Farbflächen, die hell oder leuchtend sein sollen, eine weitere Farbschicht lasierend aufgetragen wird. Zu bedenken gilt dabei, dass die Farben nach dem Trocknen etwas heller werden.

 

5.       Details.

Im letzten Schritt werden noch die Details ausgemalt, wobei viele Künstler mit dem Schwierigeren beginnen und zu den einfacheren Partien hinarbeiten. Der große Vorteil an der Guache-Malerei ist, dass auch Fehler jederzeit wieder korrigiert werden können, da die Farben ja wasserlöslich sind.

Tolle Video-Anleitung für die Farbharmonie der Guache Farben:

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Thema: Tipps und Anleitung zu der Guache Malerei

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