Was wird fürs Malen mit Acrylfarben wirklich benötigt? Teil 1

Was wird fürs Malen mit Acrylfarben wirklich benötigt? Teil 1

Wer sich im Künstlerbedarf umsieht, begegnet einer riesigen Auswahl an Werkzeugen und Hilfsmitteln für die Malerei. Es scheint fast nichts zu geben, was es nicht gäbe. Doch was davon wird fürs Malen mit Acrylfarben wirklich benötigt? Und welche Hilfsmittel sind eine nette Ergänzung, aber eigentlich nicht notwendig? In einem ausführlichen Ratgeber gehen wir diesen Fragen nach!

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Was wird fürs Malen mit Acrylfarben wirklich benötigt Teil 1

Die Must-haves fürs Malen mit Acrylfarben

Pauschal ist eigentlich gar nicht so einfach zu beantworten, was der Maler braucht, wenn er Acrylbilder gestalten möchte. Denn zum einen hat jeder Maler seine eigenen Vorlieben, wie und womit er am liebsten arbeitet.

Zum anderen kommt es auf die Technik an, die der Maler im jeweiligen Bild umsetzen möchte. Außerdem macht es einen Unterschied, ob der Maler seine ersten Gehversuche mit Acrylfarben unternimmt oder ob er als Fortgeschrittener schon Übung in der Acrylmalerei hat.

Trotzdem gibt es ein paar grundlegende Dinge, ohne die es einfach nicht geht.

Dazu gehören folgende:

Acrylfarben

Möchte der Maler mit Acrylfarben malen, braucht er natürlich zunächst einmal die Farben. Hier ist es aber nicht notwendig, sich gleich eine große Auswahl zuzulegen. Ein kleines Set mit Gelb, Rot, Grün, Blau, Schwarz und Weiß reicht für den Anfang völlig aus. Andere Farbtöne für das Bild kann der Maler aus diesen Farben mischen.

Ein großer Vorteil von Acrylfarben besteht darin, dass sie der Maler direkt so verarbeiten kann, wie sie aus der Tube kommen. Er kann zwar verschiedene Malmittel hinzufügen, um die Konsistenz und die Trocknungszeit zu verändern.

Doch wenn sich der Maler erst einmal die Grundlagen der Acrylmalerei aneignen möchte, sollte er die Farben pur verwenden. Die verschiedenen Malmittel kann er also zunächst ruhig im Regal stehen lassen.

Beim Kauf der Farben sollte der Maler aber ein bisschen auf die Deckkraft achten. Sie ist auf der Tube oder Flasche angegeben. Deckt eine Acrylfarbe nicht besonders gut, schimmert der Malgrund durch und der Maler muss mehrere Farbschichten übereinanderlegen.

Das kann mitunter ziemlich nervig sein. Besser ist deshalb, wenn der Maler lieber wenige, dafür aber qualitativ hochwertige Farben kauft. Später kann er seine Palette immer noch erweitern, wenn er nicht selbst mischen möchte.

Pinsel

Um die Acrylfarben auf den Malgrund zu bringen, sind gerade am Anfang Pinsel das Mittel der Wahl. Je nach Maltechnik kann der Maler zwar auch zu anderen Werkzeugen wie Malmessern, Spachteln, Schwämmen, Farbrollen oder Stempeln greifen. Doch um ein Gefühl für die Acrylfarben zu entwickeln und in die Malerei einzusteigen, sind Pinsel am besten geeignet.

Als Grundausstattung sollte sich der Maler

  • Flachpinsel in verschiedenen Größen,

  • Rundpinsel in unterschiedlichen Stärken und

  • einen Fächerpinsel

zulegen. Bei den Flach- und Rundpinseln ist er mit je einem dünnen, einem mittleren und einem breiten Pinsel gut beraten. Das sollte ausreichen, um fast jede Bildidee umzusetzen.

Im Künstlerbedarf sind spezielle Acrylpinsel erhältlich. Damit kann der Maler nichts falsch machen. Ansonsten kann er auch zu Pinseln für die Aquarellmalerei greifen, denn Acryl- und Aquarellpinsel sind sich sehr ähnlich. Pinsel, die für die Ölmalerei gedacht sind, sind etwas anders und deshalb weniger gut geeignet.

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Wie bei den Acrylfarben gilt auch für die Pinsel, dass der Maler nicht auf Masse, sondern auf Klasse setzen sollte. Mit hochwertigen Pinseln lässt es sich einfach besser malen.

Malgrund

Ein Acrylbild braucht natürlich auch einen Bildträger. Ein Pluspunkt von Acrylfarben besteht darin, dass sie keine großen Anforderungen an den Untergrund stellen. Deshalb lassen sich die verschiedensten Malgründe mit Acrylfarben bemalen. Holz und Kunststoff funktionieren zum Beispiel genauso wie Metall, Keramik oder Gips.

Die beiden beliebtesten Malgründe in der Acrylmalerei sind aber Papier und Leinwand. Und Einsteigern würden wir zu speziellem Acrylpapier raten. Acrylpapier ist eine Art stabiler Malkarton, der die Farben gut aufnehmen kann.

Gleichzeitig ist ein Malblock schön handlich, sorgt für einen einheitlichen Hintergrund und kommt ohne Grundierung aus. Auch preislich hält sich das Papier im Rahmen. Damit sich der Maler auf dem Malkarton richtig austoben kann, sollte er zu einem Acrylpapier mit einem Gewicht zwischen 250 und 300 Gramm pro Quadratmeter greifen.

Später kann der Maler dann auf Leinwand umsteigen. Für seine Gemälde kann sich der Maler selbst einen Keilrahmen anfertigen und diesen mit einem Gewebe bespannen. Bequemer ist aber, wenn er sich eine fertige Leinwand kauft, die auch schon grundiert ist.

Malpalette

Beim Malen mit Acrylfarben gehört es dazu, sich verschiedene Farbtöne anzumischen. Für kleine Bildflächen kann der Maler den Wunschton direkt auf dem Malgrund entstehen lassen.

Wenn er aber eine größere Farbmenge braucht, keine Risiken eingehen möchte oder ausprobieren will, wie die Farbe wirkt, führt an einer Palette kein Weg vorbei.

Malpaletten sind in verschiedenen Varianten erhältlich. Es gibt sie aus Holz oder Kunststoff, mit Vertiefungen für die Farben oder ohne. Der Maler muss sich aber gar nicht unbedingt eine Malpalette kaufen.

Eine Glasplatte, eine Fliese oder auch eine ausgemusterte Vorratsdose aus Plastik erfüllt den gleichen Zweck. Wichtig ist am Ende nur, dass der Maler überhaupt etwas hat, worauf er seine Farben anmischen kann.

Firnis und Seife

Zur Grundausstattung für die Acrylmalerei gehört zudem Firnis. Firnis trägt der Maler ganz zum Schluss auf, um sein Acrylbild haltbar zu machen, die Farbbrillanz zu erhöhen und sein Werk vor Verschmutzungen, Staub und anderen schädlichen Einflüssen zu schützen.

Ob sich der Maler für einen Firnis zum Aufpinseln oder zum Sprühen entscheidet, ist Geschmackssache.

Außerdem sollte Seife bereitstehen. Solange die Farben noch nicht ganz eingetrocknet sind, kann der Maler damit seine Pinsel und die Malpalette säubern. Reinigt der Maler seine Werkzeuge gleich, genügt Seife. Auf spezielle, aggressivere Reinigungsmittel kann er dann verzichten.

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Hier schreiben die beiden Künstler und Maler RZA & Feryal (Christian Gülcan & Ferya Gülcan). Beide Baujahr 1974, mit teilweise unterschiedlichen Einstieg (Grafitti, Zeichnen & Design) in die Acrylmalerei. Wir sind Markeninhaber der Kunstschmiede kooZal und malen hauptsächlich moderne und abstrakte Acrylbilder im Großformat. Unser eigenes Studio bzw. Atelier befindet sich in Bremen.

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