Anleitung – Schalen aus Acrylglas und Acrylfarben

Anleitung für selbstgestaltete Schalen aus Acrylglas und Acrylfarben 

Schalen finden sich üblicherweise in den unterschiedlichsten Formen und Varianten verteilt in der ganzen Wohnung.

So stehen sie beispielsweise mit Keksen und Bonbons befüllt auf dem Couchtisch, mit Obst gefüllt auf dem Esszimmer- oder Küchentisch, im Badezimmer nehmen sie kleine Objekte wie Wattestäbchen oder Kosmetikpinsel auf, im Flur dienen sie als Ablage für die Schlüssel und das Handy und im Regal sorgen sie als Dekorationsgegenstände für kleine optische Highlights.

Nun entsprechen die Schalen, die im Handel angeboten werden, allerdings nicht immer unbedingt den eigenen Vorstellungen. Mithilfe von Acrylglas und Acrylfarben lassen sich solche Schalen aber ganz einfach selbst anfertigen. Dadurch entstehen dann nicht nur individuelle und einzigartige Schmuckstücke, sondern auch Objekte, die hervorragend als persönliches Geschenk verwendet werden können. Zudem eignen sich die Schalen bestens als Bastelprojekt für die ganze Familie.

Wie aus Acrylglas und Acrylfarben selbstgestaltete Schalen werden,
erklärt die folgende Anleitung:

 

Die benötigten Materialien

Um die Schalen anzufertigen, werden nur wenige Materialien benötigt, und zwar:

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Platten aus Acrylglas; Acrylglas wird auch als Foto- oder Plexiglas bezeichnet und ist im Baumarkt sowie im Bastel- oder Künstlerbedarf erhältlich; die Platten sollten zwischen 1,5mm und 3mm dick sein; dünnere Platten sind möglicherweise nicht stabil genug, dickere Platte lassen sich nicht so gut formen; die Platten müssen allerdings nicht exakt zugeschnitten sein und auch gerade Kanten sind nicht notwendig.

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Acrylfarben

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Pinsel

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eine Dose, eine kleine Schüssel oder ein anderes hitzebeständiges Gefäß; diese gibt der selbstgestalteten Schale ihre Grundform

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Klarlack
 

 

So werden die Schalen angefertigt

1. Schritt: die Platte bemalen

Zuerst wird die Acrylglasplatte bemalt. Dazu wird die Schutzfolie auf der Rückseite der Platte abgezogen und die Platte anschließend mit den Acrylfarben gestaltet. Der Phantasie und Kreativität sind dabei grundsätzlich keine Grenzen gesetzt.

So kann beispielsweise abstrakt gemalt werden, indem unterschiedliche Farben aufgetragen und auf der Platte zu Mustern und Farbverläufen verbunden werden. Genauso können aber auch Hand- oder Fußabdrücke auf die Platte gesetzt oder Namen, Buchstaben und Schriftzüge gestaltet werden.

Wer bildliche Motive aufmalen möchte, kann es sich recht einfach machen, indem er die Vorlage unter die Platte legt. Da die Platte jetzt noch durchsichtig ist, scheint das Motiv durch und kann einfach übermalt werden. Soll die Schale eher matt wirken, ist es alternativ möglich, anstelle der Rückseite die Vorderseite der Acrylglasplatte zu bemalen. 

 

2. Schritt: die Platte zur Schale formen

Während die Bemalung trocknet, kann der Backofen auf 150 bis 180 Grad vorgeheizt werden. Sobald die Acrylfarben getrocknet sind, wird auch die Schutzfolie auf der nicht bemalten Seite der Platte entfernt. Die Platte wird dann mit der bemalten Seite nach oben auf eine Dose, eine kleine Schüssel oder ein anderes hitzebeständiges Gefäß gelegt und in den Backofen gestellt. Nun dauert es etwa zwei bis fünf Minuten, bis das Acrylglas beginnt, sich zu verformen und um das Gefäß zu legen.

Wenn die Acrylglasplatte ungefähr die gewünschte Form angenommen hat, wird sie vorsichtig aus dem Backofen genommen. Die Platte ist jetzt noch heiß und kann daher weiter verformt werden. Um sich nicht zu verbrennen, sind Topfhandschuhe oder dicke Topflappen beim Nachformen natürlich Pflicht.

Die Schale kann nun an den Ecken etwas auseinandergezogen, es können Wellen oder ein wulstiger Rand geformt oder auch kleine Dellen hineingedrückt werden. Auch hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, allerdings muss recht zügig gearbeitet werden, weil das Acrylglas verhältnismäßig schnell auskühlt. Ist das Ergebnis nicht ganz so gut gelungen oder nicht so ausgefallen, wie gewünscht und geplant, kann die Schale übrigens einfach noch einmal in den Backofen gestellt und dann von Neuem bearbeitet und geformt werden. 

 

3. Schritt: den Lack auftragen

Es dauert nur wenige Minuten, bis die Schale ausgekühlt ist, und dann erhält sie ihren Feinschliff. Sofern die Schale unsaubere Kanten hat, die beispielsweise beim Zusägen der Platte entstanden sind, können diese mit etwas Schleifpapier geglättet werden.

In den meisten Fällen ist dies aber nicht notwendig. Um die Bemalung mit Acrylfarben zu fixieren und der Schale eine glänzende Oberfläche zu verleihen, wird zum Abschluss eine Schicht Klarlack auf die bemalte Seite der Schale aufgetragen.

Am besten und einfachsten lässt sich Sprühlack verarbeiten, grundsätzlich kann der Lack aber auch mit dem Pinsel aufgetragen werden. Besondere Effekte lassen sich dabei erzielen, wenn ein Klarlack verwendet wird, der kleine Glitzerpartikel enthält. Wenn die Lackschicht getrocknet ist, ist die selbstgestaltete Schale auch schon fertig und kann befüllt und dekorativ präsentiert werden.

Weiterführende Anleitungen und Tipps zur Acrylmalerei:

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