Top-Museen für moderne Kunst in Europa

Die Top-Museen für moderne Kunst in Europa 

Moderne Kunst ist spannend und interessant, denn es gibt immer wieder neue Ideen, Kreationen und Techniken zu sehen. Wer also nicht nur die großen Werke alter Meister bewundern möchte, sondern sich für zeitgenössische, junge Kunst interessiert, ist in einem Museum für moderne Kunst bestens aufgehoben.

In nahezu jeder größeren Stadt gibt es Ausstellungen, sowohl Sonderausstellungen als auch Dauerausstellungen.

Die folgende Liste stellt einige der wichtigsten Top-Museen für moderne Kunst in Europa vor:

Diese sind aber in vielen Fällen nicht nur wegen der präsentierten Werke einen Besuch wert, sondern auch deshalb, weil die meisten Gebäude eine historische Bedeutung haben oder nach dem Entwurf von einem berühmten zeitgenössischen Architekten gebaut wurden.

 

• Die Neue Nationalgalerie in Berlin       

Die Neue Nationalgalerie in Berlin präsentiert Werke des 20. Jahrhundert, angefangen bei der Klassischen Moderne bis hin zur Kunst der 1920-er Jahre. Im Rahmen der Dauerausstellung werden Werke von Picasso, Klee, Munch, Kirchner, Dix, Feininger und Kokoschka gezeigt.

Daneben gibt es zahlreiche Sonderausstellungen. Das Museum selbst ist ein flaches Gebäude aus Glas, das von Ludwig Mies van der Rohes entworfen wurde. Dieser deutsche Architekt kam 1886 in Aachen zur Welt, lebte später in Chicago und war nicht nur Architekt, sondern auch Innenarchitekt und Möbeldesigner.

Zu seinen berühmtesten Möbelstücken gehört sicherlich der Freischwinger.

 

• Die Kunsthalle in Wien       

Die erst 1992 eröffnete Kunsthalle in Wien kennzeichnet sich durch ihre buchstäbliche Jugend. So präsentiert sie Werke von jungen Künstlern, die ihre Werke zeigen und direkt mit dem Publikum in Kontakt treten können, und in keinem anderen Museum weltweit werden so viele Wettbewerbe für internationale Talente angeboten.

Mit ihren über 180 Ausstellungen seit der Eröffnung gehört die Kunsthalle zu den aktivsten Museen weltweit. Das Museum selbst gliedert sich in zwei Teile.

Neben dem Haupthaus, das im MuseumsQuartier liegt, gibt es den „project space“. Dieser befindet sich an der Stelle, an der der provisorische Containerbau des Museums stand und das Besondere ist, dass die Werke hier wie in einem Schaufenster von außen sichtbar gezeigt werden.

 

• Das Museum für Gegenwartskunst in Basel       

Das Museum für Gegenwartskunst in Basel eröffnete 1980 und war damals das erste Museum in Europa, das sich ausschließlich mit zeitgenössischer Kunst befasste.

Entstanden ist das Museum, das zum Kunstmuseum Basel gehört, durch die Zusammenarbeit zweier Stiftungen mit dem Kanton Basel-Stadt. Untergebracht ist das Museum in einer alten Papierfabrik aus dem 19. Jahrhundert, die saniert und um einen modernen Anbau erweitert wurde.

Ausgestellt werden Werke zeitgenössischer Kunst, die aus den Sammlungen des Basler Kunstmuseums und der Emanuel-Hoffman-Stiftung stammen, sowie die Werke aktueller Künstler. Neben der Kunst bietet das Museum seinen Besuchern jedes Jahr eine Sonderaktion.

So wurde beispielsweise der Innenhof des Museums zu einer Schlittschuhbahn, die die Besucher kostenfrei nutzen konnten.

 

• Das Wiels in Brüssel       

Das Wiels in Brüssel in ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, dessen Namen sich von seinem Standort in der ehemaligen Brauerei Wielemans-Ceuppens ableitet.

Neben Kunst gibt es hier auch Konzerte, Festivals und Filmvorführungen. Das Gebäude wurde von dem belgischen Art-Déco-Architekten Adrien Blomme entworfen, der durch das sehr futuristische Design vor 130 Jahren für viel Aufregung sorgte. In dem Museum gibt es jedes Jahr sechs zeitlich begrenzte Ausstellungen zu sehen, die auf einer Fläche von 1800 Quadratmetern und verteilt über drei Stockwerke präsentiert werden.

Einmal im Jahr findet außerdem ein Design-Festival statt, bei dem das Museumsprogramm dann unter dem Motto Design um Ausstellungen, Filme, Lesungen und Podiumsdiskussionen erweitert wird. 

 

• Das Stedelijk Museum in Amsterdam       

Das im Renaissance-Stil erbaute Stedelijk Museum in Amsterdam wurde 1895 eigentlich als Museum für Stadtgeschichte gegründet. In den 1970er-Jahren wurde es dann zu einem Museum für moderne Kunst umgewandelt und ist heute nicht nur das wichtigste Museum seiner Art in den Niederlanden, sondern gehört auch auf internationaler Ebene zu den Top-Museen für moderne Kunst und Design.

Ausgestellt werden mit beispielsweise Picasso, Monet, Cézanne oder Renoir die großen Künstler der Klassischen Moderne ebenso wie zahlreiche Künstlergruppen, darunter CoBrA oder De Stijl.

Vertreten sind außerdem deutsche Expressionisten, amerikanische Pop-Art-Künstler sowie mit beispielsweise Kiefer, Baselitz oder Mucha auch zeitgenössische Künstler.

 

 

 Das Tate Modern in London      

Das Tate Modern in London präsentiert Werke von 1900 bis zur Gegenwart und zeigt Exponate von beispielsweise Picasso, Warhol und Monet.

Die Dauerausstellung kann dabei kostenfrei besucht werden. Untergebracht ist das Museum in einem ehemaligen Kohlekraftwerk, das 1981 geschlossen und im Jahre 2000 als Museum wiedereröffnet wurde.

Die Werke verteilen sich auf sieben Stockwerke und im obersten Stockwerk ist ein Restaurant untergebracht, das zu einer kleinen Pause einlädt und dabei einen herrlichen Blick über London bietet.

 

• Das La Maison Rouge in Paris        

Das La Maison Rouge in Paris ist eine Stiftung von Antoine de Galbert. Der Kunstsammler gab dem Museum den Namen Maison, also Haus, weil sein Wunsch war, dass sich die Besucher hier wie zu Hause fühlen sollen.

Ausgestellt werden die Privatsammlung von Galbert sowie wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Das Museum befindet sich mitten in einem alten Fabrikgebäude, das seinen Industriecharakter trotz Renovierung beibehalten hat und auch die gläsernen Dächer und die Raumaufteilungen blieben erhalten.

Den Eingangsbereich gestaltete der algerische Maler und Installationskünstler Jean-Michel Alberola.

 

Weiterführende Acrylarbeiten, Maltechniken und Kunst:

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