Grundlagen und Technik bei Airbrush mit Acrylfarben

Infos und Tipps für Anfänger: Grundlagen und Technik

bei Airbrush (mit Acrylfarben) 

Airbrush ist in den unterschiedlichsten Varianten und auf den verschiedensten Untergründen zu finden, auf Fahrzeugen beispielsweise ebenso wie auf Wänden und an Fassaden, auf Fingernägeln, als Körperbemalung oder im Make-up-Bereich.

Daneben spielt Airbrush natürlich auch in der Kunst eine Rolle und hier insbesondere dann, wenn Motive möglichst realistisch, originalgetreu und nahezu wie Fotos dargestellt werden sollen.

Anders als vielfach angenommen ist Airbrush dabei gar nicht so schwierig, wie es zunächst erscheint. Natürlich erfordert auch diese Mal- und Gestaltungstechnik etwas Übung, aber grundsätzlich können auch Anfänger recht schnell ansprechende Ergebnisse erzielen, wenn sie die wesentlichen Grundlagen beherrschen und den einen oder anderen Trick kennen.

 

Hier daher die wichtigsten Infos und Tipps für Anfänger zu den Grundlagen und der Technik bei Airbrush im kompakten Überblick:  

 

Die Farben für Airbrush

Neben der Spritzpistole spielen die Farben die entscheidende Rolle bei Airbrush. Grundsätzlich sind für Airbrush alle flüssigen Farben geeignet, die mit Wasser verdünnt werden können und deren Farbpigmente durch die Spritzpistole passen. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Farben für Airbrush jedoch um spezielle Acrylfarben, die aus sehr feinen Farbpigmenten bestehen.

Diese Farben sind in vielen unterschiedlichen Farbtönen erhältlich und werden als flüssige Farben, als Konzentrate und als feste, pastenartige Farben angeboten. Flüssige Farben sind bereits gebrauchsfertig, feste Farben müssen zunächst mit Wasser verrührt werden. Konzentrate sowie die Farben im Allgemeinen können jedoch immer mit Wasser verdünnt werden, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Die Farben können außerdem auch untereinander gemischt werden, so dass die Grundausstattung im Prinzip lediglich aus einem Gelb-, einem Rot- und einem Blauton bestehen kann. Aus diesen drei Farben lassen sich nämlich nahezu alle anderen Farben anmischen.

Dabei wird bei Airbrush zwischen lasierenden und deckenden Farben unterschieden. Werden die Farben deckend aufgetragen, sind der Untergrund oder die darunter liegenden Farbflächen nicht mehr zu sehen. Bei einem lasierenden Farbauftrag schimmert der Untergrund weiterhin durch. Etwas unterschiedlich wird der Einsatz der Farben Schwarz und Weiß gehandhabt.

Einige verwenden die Farben, andere setzen sie nur sehr eingeschränkt ein und wieder andere verzichten vollständig darauf. Schwarz wirkt meist sehr dumpf, unnatürlich dunkel und ohne Tiefe. Aus diesem Grund werden Schatten bei Airbrush auch nicht mit schwarzer Farbe, sondern mit einem Farbgemisch aus Grau und etwas Blau gestaltet.

Eine dumpfe Wirkung wird oft auch weißer Farbe nachgesagt, weshalb einige Künstler, ähnlich wie in der Aquarellmalerei, weiße Flächen schlichtweg auslassen. Andere tragen weiße Farbe auf und übersprühen sie anschließend mit einem anderen Farbton.

   

Die Freihand- und die Schablonentechnik

Airbrush kann frei Hand, mithilfe von Schablonen oder durch eine Kombination aus diesen beiden umgesetzt werden. Freihandarbeiten setzen jedoch etwas Übung und Erfahrung voraus, denn um das Motiv wie gewünscht gestalten zu können, sollte die Zufuhr von Luft und Farbe sicher geregelt werden können. Neben dem versierten Umgang mit der Spritzpistole spielt außerdem auch der Abstand zum Malgrund eine sehr wichtige Rolle. Sehr feine Linien beispielsweise werden gemalt, indem die Pistole mit sehr wenig Abstand über den Untergrund geführt und die Nadel nur minimal zurückgezogen wird.

Für Anfänger ist die Schablonentechnik daher oft die bessere Wahl. Hier sollte der Farbauftrag zwar auch eher sparsam und gleichmäßig erfolgen, um zu verhindern, dass sich zuviel Farbe in den Ecken und an den Kanten sammelt und zu unerwünschten Rändern führt. Eine sehr präzise Malweise ist jedoch nicht erforderlich, weil ohnehin nur die Freiflächen der jeweiligen Schablone mit Farbe versehen werden.   

Als Schablonen für Airbrush eignen sich grundsätzlich alle Gegenstände, die den Farbstrahl aufhalten oder beeinflussen. Klassischerweise werden Schablonen aus Folie, Maskierfilmen oder Papier und auch aus Kunststoff, Blech oder Holz angefertigt. Maskierfilme sind dünne, selbstklebende Folien, die für den einmaligen Gebrauch gedacht sind.

Neben solchen klassischen Folien können aber auch beispielsweise Lineale, Siebe, Kämme, Bürsten, Tücher, Stoffbänder oder Wattebäusche als Schablonen zweckentfremdet werden. Wird die Schablone unmittelbar auf dem Malgrund positioniert, ergeben sich klare, scharfe Konturen. Wird die Schablone mit etwas Abstand zum Malgrund gehalten, entstehen weiche, sanft verlaufende Linien. 

  

Airbrushmotive mit selbstgemachten Schablonen gestalten

Die erste Arbeitsschritt besteht üblicherweise darin, die Konturen leicht mit einem Bleistift auf dem Malgrund vorzuzeichnen. Anschließend wird der gesamte Malgrund mit einer Folie abgedeckt. Wichtig dabei ist, dass die Folie sauber und faltenfrei aufliegt. Damit die Folie nicht verrutscht, wird sie mit Klebestreifen fixiert, sofern es sich um keine selbstklebende Folie handelt.

Mit einem Skalpell oder einem scharfen Teppichmesser werden nun die Flächen, die eingefärbt werden sollen, aus der Folie ausgeschnitten. Für Anfänger ist es dabei meist einfacher, für jede Farbe eine eigenständige Schablone anzufertigen, die später dann entsprechend auf das Motiv aufgelegt werden kann.

Das Ausmalen der Flächen beginnt üblicherweise mit den dunkelsten Farben. Dadurch kann verhindert werden, dass helle Farbflächen versehentlich dunklen Farbnebel abbekommen. Die entsprechenden Folieteile werden dafür also entfernt oder die entsprechende Schablone wird aufgelegt und die dunklen Farbflächen werden ausgemalt. Ist der Farbauftrag getrocknet, geht es mit der nächsten Farbe weiter.

Dazu werden die dunklen Farbflächen abgedeckt, die Flächen in der nächst helleren Farbe freigelegt und ausgemalt. Nach diesem Schema geht es nun kontinuierlich weiter, bis alle Farbflächen und Effekte gestaltet sind. Zum Schluss werden dann die Folien entfernt. Dies gelingt am einfachsten, indem die Folien minimal eingeschnitten und mit der Messerspitze vorsichtig angehoben werden.

Weiterführende Anleitungen und Tipps für die Acrylmalerei:

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