Anleitung – mit Acrylfarbe auf Alufolie malen

Eine Idee für außergewöhnliche Bilder:

Anleitung – mit Acrylfarbe auf Alufolie malen 

Insgesamt gibt es kaum eine Maltechnik, die nicht mithilfe von Acrylfarben umgesetzt werden kann. Ob nun ein Farbauftrag direkt aus der Tube, ein pastoser Farbauftrag in dicken Schichten und mit deutlich sichtbaren Strukturen oder ein lasierender, mit der Aquarellmalerei vergleichbarer Farbauftrag mit stark verdünnten Farben, in der Acrylmalerei ist nahezu alles möglich.

Zudem können die Farben mit verschiedenen Komponenten wie Gelen, Pasten oder auch Sand vermischt werden, um besondere Effekte zu erzielen. Auch im Hinblick auf den Malgrund sind Acrylfarben vergleichsweise anspruchslos. So können sie auf Malkarton oder Leinwand genauso aufgetragen werden wie auf Platten aus beispielsweise Holz, Metall oder Glas. Die schnelle Trocknungszeit, die unkomplizierte Handhabung und die intensive, ausdrucksstarke Leuchtkraft sind weitere Punkte, die für Acrylfarben sprechen. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten müssen es aber gar nicht immer nur die bekannten Maltechniken auf den gewohnten Malgründen sein.

Eine Idee für außergewöhnliche Bilder ist beispielsweise, mit den Acrylfarben auf Alufolie zu malen. Die Folie sorgt je nach Farbauftrag für sanft schimmernde oder silbern glänzende Akzente und je nach Anordnung für einen lebendig und dekorativ strukturierten Malgrund.

 

Wie das Malen auf Alufolie nun aber konkret funktioniert, was für ein solches Acrylbild benötigt wird und worauf es zu achten gilt, erklärt die folgende Anleitung:

     

Mit Acrylfarbe auf Alufolie malen – das wird benötigt

·         1 dünne Hartfaserplatte
·         Alufolie
·         Holzleim
·         Acrylfarben
·         Pinsel, Schwämmchen, kleine Stoffstücke oder andere Malwerkzeuge
·         Bilderrahmen oder zweite Holzplatte 

 

Mit Acrylfarbe auf Alufolie malen – so wird‘s gemacht

 

1. Schritt: den Malgrund vorbereiten

Im ersten Schritt wird der Malgrund für das Acrylbild vorbereitet, der in diesem Fall aus der dünnen Hartfaserplatte und der Alufolie besteht. Dazu wird zunächst Holzleim auf die Hartfaserplatte aufgetragen und anschließend die Alufolie aufgelegt. Mit den Fingerspitzen kann die Alufolie nun vorsichtig verschoben und festgedrückt werden.

Allein schon durch die Alufolie als Malgrund ergeben sich später interessante Effekte, noch interessanter wird es aber, wenn die Alufolie nicht glatt, sondern mit feinen Strukturen auf der Hartfaserplatte aufliegt. Dazu wird die Alufolie mit den Fingerspitzen vorsichtig zusammengeschoben, so dass sich kleine Fältchen bilden. Wichtig hierbei ist aber, tatsächlich vorsichtig und behutsam vorzugehen, denn es sollten weder größere Luftblasen unter der Alufolie entstehen noch sollte sie einreißen.

Zudem sind Korrekturen nur bedingt möglich. Ist die Folie einmal in Falten gelegt, kann sie zwar wieder etwas auseinandergezogen werden, kleine Knicke werden aber zurückbleiben. Je nach Bildmotiv kann der Malgrund abstrakt und willkürlich strukturiert oder passend und in Form des Motivs geformt werden. Entspricht der Malgrund den persönlichen Vorstellungen, muss der Holzleim vollständig durchtrocknen.

 

2. Schritt: das Acrylbild malen

Nachdem der Holzleim komplett ausgehärtet ist, wird das Acrylbild gemalt. Hierbei sind der eigenen Phantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt und es können die unterschiedlichsten Motive realisiert werden. Besonders eindrucksvoll sehen Bilder aus, bei denen nur mit einer Acrylfarbe in mehreren Nuancen oder mit zwei, maximal drei Acrylfarben gemalt wird. Dadurch rückt der Malgrund mit seinen Strukturen nämlich stärker in den Mittelpunkt.

Grundsätzlich können auf der Alufolie aber auch kristalline Strukturen, grafische Elemente oder gegenständliche Motive umgesetzt werden. Gemalt werden kann dabei beispielsweise mit dem Pinsel, einem Schwämmchen, einem Stofflappen oder einem anderen Malwerkzeug, das allerdings eher weich sein sollte. Harte oder spitze Malwerkzeuge könnten die Alufolie beschädigen.

Zudem sollten die Acrylfarben nicht zu sehr verdünnt werden, denn je dünnflüssiger sie sind, desto schlechter haften sie auf der Folie. An den Stellen, an denen die Alufolie nur so dünn übermalt wird, dass sie noch hindurchschimmert, ergeben sich sehr interessante, leicht spiegelnde Lichtpunkte und Glanzflächen. Dieser Effekt kann natürlich verstärkt werden, indem bewusst bestimmte Partien oder Bildelemente ausgelassen werden. 

   

3. Schritt: das Acrylbild präsentieren

Ist das Acrylbild fertig und trocken, gibt es mehrere Möglichkeiten, um es in Szene zu setzen. So kann es natürlich ganz klassisch gerahmt werden. Sehr interessant sieht es jedoch auch aus, wenn es auf eine zweite Hartfaserplatte geleimt wird, die rundherum größer und etwa doppelt so stark sein sollte wie das eigentliche Bild.

Diese Holzplatte kann nun ganz schlicht mit weißer oder schwarzer Farbe, in einer zum Bild passenden Farbe oder in einer Kontrastfarbe grundiert werden. Anschließend wird das Bild auf die getrocknete Holzplatte geleimt. Bis der Leim trocken ist, empfiehlt es sich, die beiden Platten zu beschweren oder vorsichtig mit Schraubzwingen zu fixieren. Sobald der Leim abgebunden hat, kann das Kunstwerk dann mithilfe von zwei Haken aufgehängt werden.

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