Übersicht zu Maltechniken in der Acrylmalerei 

Die Acrylmalerei gehört zu den noch recht jungen künstlerischen Maltechniken. Acrylfarben wurden eigentlich für industrielle Zwecke entwickelt und erst nach einer späteren Weiterentwicklung auch in der Kunst eingesetzt.

Künstleracrylfarben in ihrer heutigen Form sind seit rund 70 Jahren auf dem Markt, traten ihren großen Siegenszug aber erst in den 1950er-Jahren an.

Mittlerweile gehören Acrylfarben jedoch zu den wichtigsten Farben in der bildenden Kunst und werden von professionellen Künstlern wie auch von Hobbymalern gleichermaßen geschätzt.

Acrylfarben bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Farben. So können sie beispielsweise in unterschiedlichen Konsistenzen vermalt und untereinander gemischt werden. Außerdem können verschiedenste Malgründe mit Acrylfarben gestaltet werden und aufgrund der kurzen Trocknungszeiten ist ein zügiges Arbeiten möglich. Die Acrylmalerei bedient sich unterschiedlicher Maltechniken, die teils auch innerhalb eines Bildes miteinander kombiniert werden.

 

Hier eine Übersicht zu den wichtigsten Maltechniken in der Acrylmalerei:

 

•        Primatechnik.

Bei der Primatechnik wird ein Bild in einem Arbeitsgang gemalt. Meist werden die Farben auf der Palette angemischt und dann auf den Malgrund aufgetragen.

Dabei bleibt es dem Künstler überlassen, ob er die Farbflächen wie in der impressionistischen Malerei nebeneinander liegend gestaltet oder ob er Mischtöne durch überlappende Farbflächen in sein Bild integriert.

 

•        Deckende Nass-in-nass-Malerei.

Hierbei besteht das Bild aus nur einem Grundton, der aber in unterschiedlichen Nuancen aufgemalt wird. Die Grundformen werden dazu in einem Farbton angelegt und alle weiteren Bildelemente in dem gleichen Farbton, aber in unterschiedlichen Farbabstufungen gestaltet, wodurch sich die sogenannten Lokalfarben entwickeln.

Die Farbabstufungen können dabei auf einer Palette oder aber unmittelbar auf dem Bild gemischt werden.

 

•        Lasurmalerei.

Bei dieser Maltechnik, die auch als transparente Malerei bezeichnet wird, wird mit stark verdünnten Acrylfarben gemalt. Die einzelnen Farbschichten werden übereinandergelegt, so dass die darunterliegenden Farbschichten hindurchschimmern und sich zu einem Gesamtbild vermischen. Bei der Lasurmalerei wird grundsätzlich immer von hell nach dunkel gemalt.

 

•        Spachteltechnik.

Hierbei wird mit pastosen Acrylfarben gemalt, anstelle von Pinseln werden Spachteln und Malmesser verwendet.

 

•        Granuliertechnik.

Bei Acrylbildern in der Granuliertechnik kommt dem Malgrund eine besondere Bedeutung zu. Dieser wird mittels Gelen, Pasten, sehr pastosen Acrylfarben oder mit Acrylfarben und Grundierfarben, denen Sand beigemischt wurde, gestaltet.

Anschließend werden unverdünnte Acrylfarben in dünnen Farbschichten und ohne Druck aufgebracht, so dass die Acrylfarben nur an den erhabenen Stellen anhaften und durchbrochen wirkende Pinselstriche entstehen.

 

•        Airbrush.

Acrylfarben eignen sich auch für Airbrush. Dazu werden sie entsprechend mit Wasser verdünnt, bis die Konsistenz mit Kondensmilch vergleichbar ist, und anschließend per Luftpistole aufgespritzt. 

 

•        Untermalungen.

Acrylfarben werden häufig als Grundierung oder Untermalung für Ölbilder eingesetzt. Dies liegt daran, dass Acrylfarben sehr viel schneller trocknen als Ölfarben, so dass sich die Wartezeit, bis mit dem eigentlichen Ölgemälde angefangen werden kann, deutlich reduziert.

Wichtig ist jedoch, dass die Untermalung vollständig durchtrocknet, denn Acryl- und Ölfarben können nicht miteinander vermischt werden.

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