Malen mit Kindern – Infos, Tipps und 3 Ideen, Teil 2

Malen mit Kindern – Infos, Tipps und 3 Ideen, Teil 2

Kindern gestalten gerne. Sie mögen es, zu basteln und zu malen, neue Materialien auszuprobieren und eigene kleine Kunstwerke zu schaffen. Doch das Malen ist weit mehr als nur ein netter Zeitvertreib. Vielmehr unterstützt das Malen die geistige Entwicklung, fördert die Feinmotorik, stärkt das Selbstbewusstsein und hilft dabei, Erlebtes zu verarbeiten.

Malen mit Kindern - Infos, Tipps und 3 Ideen, Teil 2

Und nicht zuletzt ist das gemeinsame Malen kostbare Familienzeit. In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps zum Malen mit Kindern zusammengetragen. Dabei ging es im 1. Teil darum, warum das Malen Kindern gut tut.

Jetzt, im 2. Teil, geben wir Anregungen für die praktische Umsetzung. Denn wenn mit kleinen Kindern gemalt wird, ist wichtig, geeignete Techniken zu wählen. Die Kids müssen ihre Bilder alleine gestalten können. Müssen sie sich ständig helfen lassen, geht die Lust schnell verloren.

Zudem sollten die kleinen Kunstwerke recht schnell fertig werden. Kleine Kinder haben einfach noch nicht die Geduld, um stundenlang konzentriert an einem Bild zu arbeiten.

Hier sind also drei Ideen!

  1. Idee fürs Malen mit Kindern: Abdruckbilder

Kinder haben großen Spaß daran, mit Farben zu experimentieren. Und besonders viel Spaß macht es, wenn sie direkt in die Farbe greifen können. Für kleine Künstler sind Fingermalfarben deshalb ideal. Mit ein bisschen Hilfe von den Eltern können aus simplen Abdrücken richtig schöne Bilder werden.

Dabei werden für Abdruckbilder nur zwei Dinge benötigt, nämlich

  • Malkarton und
  • Fingermalfarben

Die Kinder können ganz nach Lust und Laune einzelne Finger, die Handfläche, ihre Faust oder den Fuß in Farbe tauchen und einen Abdruck davon auf dem Malkarton machen. Die ganz Kleinen können solange weitermachen, bis ihnen ihr Bild gefällt.

Etwas größere Kinder können kurz abwarten, bis der Abdruck trocken ist. Dann gilt es zu überlegen, welche Form sich im Abdruck versteckt. Vielleicht ein Vogel, ein Fisch, ein Auto, ein Boot oder eine Blume? Die entdeckte Form können sie anschließend mit Pinseln oder Stiften erweitern und verzieren.

  1. Idee fürs Malen mit Kindern: Luftpolsterfolie-Bilder

Luftpolsterfolie raschelt, knistert und verleitet dazu, die kleinen Bläschen zwischen den Fingern zum Platzen zu bringen. Aber Luftpolsterfolie ist nicht nur ein nützliches Verpackungsmaterial, sondern eignet sich auch prima für kreative Bilder. In diesem Fall wird sie als stempelartiges Malwerkzeug eingesetzt.

Für Luftpolsterfolie-Bilder werden benötigt:

  • Malkarton

  • Luftpolsterfolie und Schere

  • Acrylfarben

  • Pappteller und etwas Wasser

  • Pinsel oder wasserfeste Filzstifte

Um die Bilder zu gestalten, gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen können die Eltern oder größere Kinder zuerst ein Motiv malen oder einen Hintergrund anlegen. Danach gestalten die Kids das Bild mit der Luftpolsterfolie aus. Die andere Variante ist, dass die Kids zuerst mit der Luftpolsterfolie arbeiten. Danach überlegen sie, welches Motiv daraus entstehen könnte, und malen entsprechend weiter.

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In beiden Fällen wird die Luftpolsterfolie in kleinere, handliche Stücke geschnitten. Auf die Pappteller wird je ein kleiner Klecks Acrylfarbe gegeben und mit etwas Wasser verdünnt.

Dann kann es losgehen:

Die Kids nehmen sich ein Stück Luftpolsterfolie, knüllen sie mit den Bläschen nach außen zusammen und tauchen sie in die Farbe. Anschließend stempeln sie die Farbe auf ihren Malkarton. Durch die Bläschen in der Folie entstehen sehr schöne Strukturen.

Diese Technik eignet sich prima, um Motive wie bunte Blumenwiesen, Unterwasserwelten oder Sternenhimmel zu gestalten. Aber auch ein Baum kann auf diese Weise ein tolles Blätterkleid bekommen.

  1. Idee fürs Malen mit Kindern: Punktebilder

Punkte können völlig ausreichen, um eindrucksvolle Gemälde zu schaffen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Künstler des Pointillismus. Ende des 19. Jahrhunderts setzten sie farbige Punkte auf die Leinwand. Dem Betrachter eröffnet sich das Motiv in seiner vollen Pracht, wenn er zurücktritt und sich das Bild mit einem gewissen Abstand ansieht.

Eine andere Maltechnik mit Punkten ist die Papunya Tula. Hierbei handelt es sich um eine künstlerische Ausdrucksform, die die australischen Ureinwohner nutzen. Angeregt von einem Kunstlehrer, erfanden die Aborigines in Papunya eine Technik, die ausschließlich von Punkten und Farbkontrasten lebt. Dargestellt werden beispielsweise Tiere oder spirituelle Formen. Weltweite Bekanntheit erreichte die Technik in den 1970er-Jahren.

Für Kinder ist das Malen mit Punkten eine tolle Möglichkeit, um ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Und dabei spielt es gar keine Rolle, ob am Ende bildliche Motive oder abstrakte, farbenfrohe Bilder entstehen. Für Punktebilder werden benötigt:

  • Malkarton
  • Acrylfarben in vielen bunten Farbtönen
  • Wattestäbchen oder Rundhölzer als Malwerkzeuge

Die Kinder bekommen Wattestäbchen, Rundhölzer in verschiedenen Stärken oder auch beides. Die Malwerkzeuge tauchen sie dann erst in die Acrylfarben und drücken sie anschließend auf den Malkarton.

Dabei können und sollen sich die Kinder ruhig austoben und ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Kleine Kinder entwickeln recht schnell ein Gefühl dafür, wo für ihr Empfinden noch Punkte fehlen und welche Farben gut zusammenpassen. Außerdem macht es viel Spaß, mit den Malwerkzeugen zu experimentieren, um zum Beispiel Punkte in verschiedenen Größen zu erzeugen.

Größere Kinder können mithilfe der Punkte auch bildliche Motive gestalten. Die Eltern können bei Bedarf etwas Hilfestellung bieten, indem sie die Formen mit Bleistift auf den Karton skizzieren. Zeichnen die Eltern beispielsweise einen großen Fisch auf den Malkarton, können die Kids die Form ausmalen, indem sie viele bunte Punkte als Schuppen aufstempeln.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Acrylmalerei:

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