Deko-Steine selber machen – so geht’s

Deko-Steine selber machen – so geht’s

Eine Dekoration mit Steinen war lange Zeit hauptsächlich im Garten anzutreffen. Doch seit einiger Zeit erobern Steine auch Wohnzimmer und andere Räume in der Wohnung. Sie schmücken Schalen, halten Kerzen in Position oder liegen in kleinen Gruppen auf Anrichten und Regalböden. Manchmal ergänzen Steine eine Tisch-Deko im Naturlook, in anderen Fällen kommen sie als Tischkärtchen zum Einsatz. Außerdem sind kleine Steine beliebte Glücksbringer.

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Deko-Steine selber machen - so geht's

Nun hat aber nicht jeder die Möglichkeit, irgendwo Steine zu sammeln. Und ein großer Sack aus dem Baumarkt ist oft zu viel des Guten. Doch das macht nichts.

Wir zeigen in dieser Anleitung, wie mit Modelliermasse und Acrylfarben Deko-Steine selbst hergestellt werden können.:

Die Materialien für selbstgemachte Deko-Steine

  • ofenhärtende Modelliermasse oder lufttrocknender Ton in Weiß

  • Acrylfarben in verschiedenen Farbtönen

  • kleines Schwämmchen

  • Fächerpinsel oder alte Zahnbürste

  • Fusseln aus dem Wäschetrockner, Sand, grobes Salz und Zahnstocher nach Wunsch

Modelliermasse, die im Backofen aushärtet, ist im Bastelbedarf erhältlich. Gleiches gilt für Ton, der an der Luft trocknet und deshalb anders als herkömmlicher Ton nicht extra gebrannt werden muss. Welches Material für die Deko-Steine verwendet wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen.

Beides funktioniert gleichermaßen. Ofenhärtende Modelliermasse gibt es in kleinen Gebinden, die je nach Hersteller zwischen 65 und 100 Gramm haben. Diese sind zwar etwas teurer, doch wer nur wenige Steine anfertigen möchte, kommt mit einer oder zwei Packungen gut hin.

Große Gebinde zu einem Kilo sind wesentlich preiswerter. Sie lohnen sich, wenn viele Deko-Steine hergestellt werden sollen oder noch andere Bastelprojekte mit dem Material geplant sind.

Deko-Steine selber machen – so geht’s

Die Deko-Steine werden aus der Modelliermasse geformt und anschließend mit Acrylfarben bemalt. Je nachdem, ob die Oberfläche glatt oder eher rau werden und wie echt die Steine aussehen sollen, kann die Modelliermasse unterschiedlich bearbeitet werden.

Die Steine formen und nach Wunsch bearbeiten

Zuerst bekommen die Steine ihre grobe Form. Dazu ein Stück von der Modelliermasse nehmen und mit den Händen gut durchkneten. Das Kneten bewirkt, dass die Masse weicher und geschmeidiger wird. Dadurch lässt sie sich einfacher in Form bringen. Bei Ton sorgt das Kneten außerdem dafür, dass mögliche Lufteinschlüsse entweichen.

Für einen Stein nun ein kleines Stück Modelliermasse zu einer Art Kugel formen. Es reicht aus, wenn die Form nur angedeutet ist, die Kugel muss nicht exakt rund und gleichmäßig sein.

Die Kugel anschließend etwas platt drücken und die Kanten mit und zwischen den Handflächen wie gewünscht modellieren. In der Natur haben Steine die unterschiedlichsten Formen. Deshalb ist hier erlaubt, was gefällt.

Wenn die Steine nur aus Modelliermasse gearbeitet werden, ist ihre Oberfläche ziemlich glatt, ähnlich wie bei Kieselsteinen. Soll die Oberfläche rauer werden, ist es möglich, in die Modelliermasse einige Fusseln aus dem Wäschetrockner oder etwas Sand einzuarbeiten. Dadurch verändert sich die Struktur der Modelliermasse.

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Für eine rustikale Optik können mit einem Zahnstocher auch kleine Kerben in die geformten Steine hineingedrückt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die Steine in grobem Salz zu wälzen.

Das Salz bleibt zunächst auf der Masse und wird später, wenn die Steine ausgehärtet sind, abgewaschen oder abgebürstet. Dadurch entstehen kleine Löcher, die an Bimsstein erinnern.

Die Steine backen oder trocknen lassen

Sind die Steine in der gewünschten Anzahl fertig geformt, muss die Masse aushärten. Lufttrocknender Ton wird dazu einfach beiseite gestellt. Er wird von selbst hart. Je nach Größe und Dicke der Steine sowie den Bedingungen im Raum dauert das ein bis zwei Tage.

Bei ofenhärtender Modelliermasse ist auf der Verpackung angegeben, wie sie gebacken werden muss. Meist kommt die Masse bei etwa 110 Grad Celsius für eine halbe Stunde in den Backofen.

Die Steine mit Acrylfarben bemalen

Abgesehen von der Form und eventuellen Einkerbungen oder Löchern, sehen die weißen Gebilde aus Modelliermasse noch nicht unbedingt nach Steinen aus. Doch das soll nun ändern. Jetzt kommt nämlich die Acrylfarbe ins Spiel.

Je nachdem, welche Steinart imitiert werden soll, bieten sich verschiedene Grautöne oder unterschiedliche Abstufungen in Gelb, Ocker und Braun an. Doch auch hier ist natürlich erlaubt, was gefällt. Es spricht nichts dagegen, die eigenen Steine in Rot, Grün oder Blau zu gestalten.

Steht die Farbwahl, wird für die erste Schicht wenig unverdünnte Acrylfarbe mit einem Schwämmchen aufgenommen und auf den Stein getupft. Diese Schicht muss dann trocknen.

Anschließend wird ein zweiter Farbton aufgetupft. Wenn auch diese Schicht trocken ist, geht es mit der nächsten Nuance weiter. So werden mehrere Farbschichten übereinandergelegt, bis das Ergebnis gefällt. Die einzelnen Schichten aber immer trocknen lassen, bevor die nächste Farbe aufgetragen wird.

Wer möchte, kann mit dem Pinsel dann ein paar sehr feine, verzweigte Linien ziehen. Für eine natürliche Optik kommen zum Schluss noch ein paar Sprenkel auf die Steine. Dafür etwas Acrylfarbe mit viel Wasser verdünnen.

Anschließend den Fächerpinsel oder eine Zahnbürste in die Farbe eintauchen, vor den Stein halten und mit dem Finger über die Borsten fahren. Dadurch wird die Farbe auf den Stein gespritzt. Je ungleichmäßiger die Sprenkel werden, desto echter wirkt das Ergebnis.

Nun muss die Farbe nur noch trocknen. Damit sind die selbstgemachten Steine fertig und können wie gewünscht dekoriert, weiterverarbeitet oder als persönliche Glücksbringer verschenkt werden.

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Hier schreiben die beiden Künstler und Maler RZA & Feryal (Christian Gülcan & Ferya Gülcan). Beide Baujahr 1974, mit teilweise unterschiedlichen Einstieg (Grafitti, Zeichnen & Design) in die Acrylmalerei. Wir sind Markeninhaber der Kunstschmiede kooZal und malen hauptsächlich moderne und abstrakte Acrylbilder im Großformat. Unser eigenes Studio bzw. Atelier befindet sich in Bremen.

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