Anleitung – Acrylbilder mit Quilling gestalten

Anleitung – Acrylbilder mit Quilling gestalten

Anleitung: Mittels Quilling

besondere Acrylbilder gestalten

 

Eine der großen Stärken von Acrylfarben liegt darin, dass sie mit verschiedenen Materialien und Techniken kombiniert werden können. Eine Basteltechnik, die sich hervorragend eignet, um außergewöhnliche Acrylbilder zu kreieren, ist das Quilling.

Beim Quilling handelt es sich um eine Basteltechnik, bei der aus Papierstreifen unterschiedlichste Ornamente angefertigt werden.

 

Wie mittels Quilling besondere Acrylbilder gestaltet werden können,
erklärt die folgende Anleitung:

Quilling – die benötigten Materialien

Im Bastelbedarf sind sowohl spezielle Papierstreifen als auch Stifte für das Quilling erhältlich. Die Papierstreifen gibt es in verschiedenen Farben, unterschiedlichen Längen und in Breiten zwischen 3mm und 10mm.

Die Stifte, die auch als Quillingnadeln bezeichnet werden, sind mit einem kleinen Schlitz an der Spitze ausgestattet. Zum Aufrollen wird der Papierstreifen dann in diesen Schlitz eingelegt.

Wer die Technik ausprobieren oder nur gelegentlich für besondere Effekte nutzen möchte, muss aber nicht unbedingt gleich die speziellen Papierstreifen und einen Quillingstift kaufen. Die Papierstreifen können aus herkömmlichem Papier oder dünnerem Tonkarton zugeschnitten werden. Die Länge und die Breite der Streifen hängt davon ab, wie groß das Objekt werden soll.

Für die ersten Versuche sind aber 1cm breite und höchstens 35cm lange Streifen empfehlenswert. Um die Papierstreifen aufzurollen, bieten sich ein Zahnstocher, ein Schaschlikspieß oder ein dünner Stift als Werkzeug an. Mit Klebstoff oder Bastelleim ist die Materialliste komplett.

 

Quilling – die Grundtechnik

Beim Quilling geht es darum, Papierstreifen zu Kreisen aufzurollen. Diese Kreise können dann in weitere Formen gebracht und anschließend als Einzelelemente verwendet oder zu größeren Ornamenten zusammengesetzt werden.

Die Grundtechnik beim Quilling gliedert sich in drei Schritte:

1.       Zuerst wird der Papierstreifen an der Spitze des Werkzeugs, also beispielsweise einem Zahnstocher, angelegt. Dann wird der Papierstreifen vollständig aufgewickelt.

2.       Ist der Papierstreifen bis zum Ende aufgerollt, wird das Werkzeug herausgezogen und die Papierrolle auf den Tisch gelegt. Die Rolle springt dadurch wieder ein wenig auf. Je nachdem, wie groß die Form werden soll, kann die Papierschnecke nun vorsichtig noch etwas weiter auseinandergezogen werden.

3.       Ist die gewünschte Größe vorhanden, wird das Ende des Papierstreifens, das sich auf der Außenseite der Rolle befindet, mit etwas Klebstoff fixiert. Wichtig dabei ist aber, sparsam mit dem Klebstoff umzugehen und die Form nicht zu verformen.

 

Quilling – die verschiedenen Formen

Wird die Grundtechnik angewendet, entsteht ein Kreis. Dieser Kreis bildet die Grundform und aus dieser Grundform können nun weitere Formen gestaltet werden:

·         Für einen Halbkreis wird die Papierrolle vorsichtig auf einer Seite gegen eine Unterlage gedrückt. Dadurch entsteht auf einer Seite eine flache, gerade Kante, während die Kreisform auf der anderen Seite erhalten bleibt.

·         Wird der Kreis an drei oder vier Seiten gegen eine Unterlage gedrückt, lassen sich ein Dreieck, ein Viereck oder eine Raute formen.

·         Für einen Tropfen wird der Kreis auf einer Seite zusammengedrückt. Werden beide Seiten des Kreises zu Spitzen zusammengedrückt, ergibt sich eine Form, die wie ein Blatt oder ein Auge sieht.

·         Aus einem Papierstreifen können aber auch Formen wie ein Herz oder ein S gestaltet werden. Für ein Herz wird der Papierstreifen in der Mitte geknickt. Anschließend werden die beiden Enden getrennt voneinander ein Stück weit aufgerollt. Ein S wird im Prinzip ähnlich angefertigt. Auch hier werden die beiden Enden des Papierstreifens getrennt voneinander aufgewickelt. Allerdings wird der Streifen nicht geknickt und die Enden werden einmal im und einmal gegen den Uhrzeigersinn aufgerollt.

·         Werden die verschiedenen Formen gestaltet, indem der Kreis zusammengedrückt wird, bleibt der Mittelpunkt der Spirale mittig erhalten. Der Mittelpunkt kann aber auch verschoben werden. Dazu wird der Zahnstocher noch einmal in die Mitte gesteckt. Während eine Hand die Papierrolle festhält, wird der Zahnstocher mit der anderen Hand vorsichtig in Richtung Klebestelle gedrückt. Dadurch öffnen sich die einzelnen Ringe ein wenig und der Mittelpunkt der Spirale wandert in Richtung Rand. 

 

Quilling – die Formen

in ein Acrylbild integrieren

Die Papierformen sehen zwar sehr schön aus, sind allerdings recht empfindlich. Um sie zu stabilisieren, können sie mit einer Mischung aus Wasser und Bastelleim behandelt werden. Dazu wird ein Teil Wasser mit einem Teil Bastelleim vermischt und diese Lösung wird anschließend vorsichtig mit einem weichen Pinsel aufgetragen. Dabei sollten die Ornamente aber nur leicht benetzt, auf keinen Fall durchtränkt werden.

Nach dem Trocknen können die Ornamente dann in ein Acrylbild integriert werden. Dabei sind der Phantasie und Kreativität kaum Grenzen gesetzt. So kann mit Acrylfarben der Hintergrund gestaltet werden, während die Papierformen das eigentliche Bildmotiv bilden.

Es kann aber auch ein eigenständiges Acrylbild gemalt werden, bei dem die Papierformen lediglich für zusätzliche Effekte sorgen. Ob die Papierformen dabei einzeln integriert oder zu einem großen Ornament zusammengesetzt verwendet werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Um die Papierformen zu befestigten, wird ganz wenig Klebstoff aufgetragen und die Ornamente werden dann vorsichtig auf dem Acrylbild festgeklebt.

Mehr Anleitungen und Tipps für die Acrylmalerei:

Thema: Anleitung – Acrylbilder mit Quilling gestalten

Kommentar verfassen