Anleitung: Metallic-Acrylbilder mit Blattmotiven

Anleitung: Metallic-Acrylbilder mit Blattmotiven 

Blätter gehören zu den Motiven, die zu jeder Einrichtung und in jeden Raum passen. Auf der anderen Seite sind Wohnaccessoires in Kupfer, Silber und Gold derzeit schwer angesagt. Warum also nicht beides miteinander kombinieren?

Die Idee für das Acrylbild-Ensemble ist einfach, aber sehr effektvoll: Zuerst werden Leinwände mit Acrylfarben bemalt. Anschließend werden Blätter aufgelegt und die Leinwände mit Metallicspray eingesprüht. Wenn die Blätter dann wieder abgenommen werden, kommen die bunten Blattmotive zum Vorschein.

Als Gruppe aus drei Acrylbildern entsteht so im Handumdrehen ein modernes und äußerst dekoratives Gesamtkunstwerk.

Hier nun aber die ausführliche Anleitung Schritt für Schritt!

 

Die Materialien für Metallic-Acrylbilder mit Blattmotiven

  • ·         3 Leinwände im Format 30 x 30 cm
  • ·         Acrylfarben in mindestens zwei verschiedenen Farbtönen
  • ·         Schwämmchen
  • ·         Pappteller, Schraubglasdeckel oder ähnlicher Gegenstand als Palette
  • ·         Metallspray in Kupfer, Silber oder Gold
  • ·         verschiedene Blätter als Motive
  • ·         Malerkreppband
  • ·         Zeitung oder Folie für die Arbeitsfläche
  • ·         Handschuhe

 

Die Anleitung für Metallic-Acrylbilder mit Blattmotiven

1. Schritt: die Blätter pressen

Zunächst einmal werden verschiedene Blätter gesammelt, die die Motive für die Bilder ergeben. Ratsam dabei ist, lieber ein paar Blätter mehr zu sammeln. Selbst wenn nicht alle Blätter verwendet werden, ist so die Auswahl später größer. Dabei eignen sich für Bilder sowohl Blätter von den Zimmer- und den Gartenpflanzen als auch Laub vom Spaziergang.

Die Blätter werden einzeln zwischen zwei Lagen Zeitung gelegt und entweder in dicke Bücher gesteckt oder mit den Büchern beschwert. Dies ist deshalb notwendig, weil die Blätter als Schablonen genutzt werden. Im frischen Zustand sind sie aber noch stark gewölbt.

Dadurch würden sie nicht eben auf der Leinwand aufliegen und beim Besprühen würde der Metalliclack unter die Blätter gelangen. Das Zeitungspapier wiederum verhindert unschöne Verfärbungen im Buch. Die Blätter müssen allerdings nicht ganz trocken sein. Es geht nur darum, sie platt zu pressen. Deshalb reicht es aus, wenn die Blätter ein, zwei Tage lang gepresst werden.

 

2. Schritt: die Leinwände einfärben

Die Gestaltung der Bilder beginnt mit dem Einfärben der Leinwände. Welche Farben verwendet werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Wichtig bei der Farbwahl ist nur, dass die Farben einen ausreichenden Kontrast zum Metallicton bilden.

Die ausgewählten Farbtöne werden nun auf den Teller oder den Gegenstand, der als Palette dient, gegeben. Von dort aus werden sie mit dem Schwämmchen aufgenommen und auf die erste Leinwand aufgetragen. Dabei sollten die Farben so aufgebracht werden, dass sich Farbverläufe und Mischtöne bilden, die einzelnen Farben aber nach wie vor erkennbar bleiben.

Zudem dürfen auf der Leinwand ruhig unregelmäßige Strukturen entstehen. Später sind die Acrylfarben nur als Blattformen zu sehen, während die restliche Fläche einheitlich in dem Metallicton eingefärbt ist. Wenn auch die Blattmotive sehr gleichmäßig gestaltet sind, könnte das Gesamtbild zu langweilig wirken.

Mit dem Schwämmchen lassen sich sehr einfach tolle Muster und Strukturen anlegen, indem das Schwämmchen beispielsweise über die Leinwand gezogen, gerieben, in kreisförmigen Bewegungen geführt oder aufgetupft wird. Wer möchte, kann aber selbstverständlich auch zum Pinsel greifen.

Ist die erste Leinwand fertig, werden die beiden anderen Leinwände ebenfalls eingefärbt. Dann müssen die Acrylfarben trocknen.

 

3. Schritt: die Ränder der Leinwände einfärben

Nun werden die Ränder der Leinwand mit dem Metallicspray besprüht. Dazu wird ein Stück Zeitung so gefaltet, dass es etwas kleiner ist als die Leinwand. Mit der Zeitung wird die bemalte Leinwand abgedeckt. Dann können die Kanten mit dem Metalliclack eingefärbt werden.

Prinzipiell wäre es natürlich auch möglich, die Ränder erst später zu besprühen. Allerdings ist das etwas umständlicher, weil dann aufgepasst werden muss, dass die Blätter nicht verrutschen und kein Lack an Stellen gelangt, wo er nicht hin soll.

 

4. Schritt: die Blätter auf den Leinwänden arrangieren

Sind die Ränder trocken, werden die Blätter auf den Leinwänden arrangiert. Je nach Größe und Form der Blätter können dabei nur ein einziges Blatt oder mehrere Blätter auf einer Leinwand angeordnet werden. Das Gesamtbild setzt sich aus drei Acrylbildern zusammen, die nebeneinander aufgehängt werden.

Bei der Anordnung der Blätter kann dies ebenfalls berücksichtigt werden. So können die Blätter beispielsweise auf der linken Leinwand nur auf der rechten Hälfte, bei der mittleren Leinwand mittig und bei der rechten Leinwand nur auf der linken Hälfte drapiert werden. So entsteht optisch eine Verbindung zwischen den drei Bildern.

Wichtig beim Auflegen der Blätter ist, darauf zu achten, dass sie möglichst flach und eben auf den Leinwänden liegen. Je nach Blattart werden sie dafür so aufgelegt, dass die Rippen und Adern nach oben oder nach unten zeigen. Um zu verhindern, dass die Blätter verrutschen, können sie zusätzlich fixiert werden. Dafür wird ein Stück Malerkreppband abgeschnitten und der Länge nach, mit den klebenden Seiten nach außen zusammengefaltet. Dadurch entsteht ein doppelseitiges Klebeband, mit dem die Blätter auf den Leinwänden befestigt werden können.

 

5. Schritt: die Leinwände mit Metallspray besprühen

Nun werden die Leinwände komplett mit dem Metallicspray besprüht. Ratsam dabei ist, Handschuhe anzuziehen. Denn das Spray lässt sich nicht allzu gut abwaschen. Zum Sprühen werden die Leinwände waagerecht auf die Arbeitsfläche gelegt. Die Sprühdose wird einmal kräftig durchgeschüttelt und dann mit ausreichend Abstand von links nach rechts und wieder zurück geführt. Zudem wird immer nur von oben gesprüht, damit keine Farbe unter die Blätter läuft.

Wenn die Metallicfarbe durchgetrocknet ist, werden die Blätter vorsichtig wieder abgenommen. Fertig!

 

Ein Tipp zum Schluss:

Gräser oder Blüten funktionieren natürlich genauso gut wie Blätter. Gleiches gilt für andere Formen wie Herzen, Sterne oder Buchstaben. Sie können aus Tonkarton oder dickerem Papier ausgeschnitten und anstelle oder zusammen mit den Blättern auf den Leinwänden angeordnet werden. So entstehen im Handumdrehen kreative Kunstwerke mit persönlicher Note.

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