DIY-Rahmen für Acrylbilder – 2 Ideen

DIY-Rahmen für Acrylbilder – 2 Ideen 

Ein Acrylbild kann durch einen Rahmen in Szene gesetzt werden. Und ein chicer und einzigartiger Rahmen lässt sich selbst anfertigen. Hier sind 2 Ideen zum Nacharbeiten!

Ist ein Acrylbild auf einen mit Leinwand bespannten Keilrahmen gemalt, kann es auch ohne Bilderrahmen präsentiert werden. Etwas schwieriger ist das Aufhängen, wenn das Bild auf Malkarton gemalt ist. Und manchmal kommt ein Acrylbild erst durch einen passenden Bilderrahmen so richtig zur Geltung.

Nun ist es aber nicht notwendig, auf einen Standardbilderrahmen zurückzugreifen. Stattdessen kann der Hobby-Künstler einen originellen Rahmen anfertigen, der genauso einzigartig ist wie sein Bild.

Und zwei Ideen für DIY-Rahmen für Acrylbilder stellen die beiden folgenden Anleitungen vor:

 

1. Idee: schlichter, rustikaler Rahmen aus Pappkarton

Ein Acrylbild braucht nicht immer einen klassischen Rahmen. Manchmal kommt ein Motiv gerade dann so richtig zur Geltung, wenn es auf einem sehr schlichten Bildträger mit fast schon rustikaler Note präsentiert wird. Und ein solcher Bildträger lässt sich ganz einfach selbst anfertigen. Dafür werden benötigt:

  • ·         fester Pappkarton
  • ·         Lineal
  • ·         Teppichmesser oder Skalpell
  • ·         Nassklebeband
  • ·         Acrylfarbe in zwei Farbtönen
  • ·         Pinsel
  • ·         Bastelleim
  • ·         evt. Schleifpapier

Zunächst muss festgelegt werden, wie groß der Bildträger werden und ob er für ein Acrylbild im Quer- oder im Längsformat gefertigt soll. Ist das Acrylbild im Querformat auf Malkarton im Format DIN A4 gemalt, kann der Bildträger beispielsweise 50 x 40 cm groß sein.

Der Bildträger wird aus Pappkartonstreifen zusammengesetzt. Dabei bilden senkrecht angeordnete Streifen die Trägerfläche. Zwei waagerecht angeordnete Streifen halten die Trägerfläche zusammen und dienen gleichzeitig als Halterung für das Bild. Auch die Breite der Streifen kann beliebig gewählt werden. Werden die Streifen beispielsweise 5 und 10 cm breit, werden fünf 40 x 10 cm lange und zwei 50 x 5 cm lange Streifen zugeschnitten.

Um den Pappkarton zu schneiden, sollte ein Teppichmesser oder ein Skalpell verwendet werden. Denn beim Schneiden mit einer Schere würde der Karton an den Kanten unschön zusammengedrückt werden. Außerdem könnten Knicke entstehen. Ratsam ist deshalb auch, mit wenig Druck über den Karton zu fahren und die Kartonlagen lieber in zwei, drei Durchgängen zu durchtrennen.

Damit später nicht mehr zu erkennen ist, dass der Bildträger aus einfachem Pappkarton besteht, werden nun die Kanten der Kartonstreifen mit Nassklebeband eingefasst. Dafür wird das Nassklebeband zugeschnitten, auf der glänzenden, leicht klebrigen Seite mit wenig Wasser befeuchtet und etwa zur Hälfte auf einer Kartonseite angeklebt. Anschließend wird die überstehende Hälfte umgeklappt und auf der Rückseite des Streifens ebenfalls festgeklebt. Nach und nach werden so alle Kartonstreifen ringsherum eingefasst.  

Als nächstes werden die Kartonstreifen bemalt. Welche Farbtöne verwendet werden, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Wichtig ist nur, dass die beiden Farben einen deutlichen Kontrast bilden. Außerdem sollten sie nicht zu sehr vom Acrylbild ablenken. Eine sehr schöne Kombination, die dem Acrylbild viel Raum lässt, ist beispielsweise ein sehr tiefes Dunkelgrau und ein sehr helles Grau. Die Kartonstreifen werden nun rundherum mit der ersten Farbe angemalt. Damit die Farbe gut deckt, wird nach dem Trocknen eine zweite Schicht aufgetragen. Insgesamt wird von dieser Farbe später aber weniger zu sehen sein.

Anschließend wird eine Schicht in der zweiten Farbe aufgebracht. Bevor die Farbe trocknet, wird vorsichtig ein Muster eingearbeitet. Dazu kann die Farbe mit einem trockenen, dicken Borstenpinsel teilweise wieder abgenommen werden. Möglich ist auch, mit einer Gabel oder einem Zahnstocher verschiedene Linien und Kringel zu gestalten. Dort, wo die Farbe wieder abgenommen wird, kommt die Grundierung zum Vorschein. Allerdings ist bei der Gestaltung Schnelligkeit gefragt, denn die Acrylfarbe trocknet recht schnell. Nach dem Trocknen können die Kartonstreifen mit Schleifpapier bearbeitet werden. Auch dadurch wird die Grundierung wieder sichtbar.

[Grafik DIY-Rahmen]

DIY-Rahmen

Sind alle Kartonstreifen fertig und trocken, muss der Bildträger nur noch zusammengesetzt werden. Dazu werden die 40 cm langen Streifen nebeneinander angeordnet. Dann werden die beiden 50 cm langen Streifen satt mit Bastelleim bestrichen und quer zu den kürzeren Streifen aufgeklebt. Dadurch ist der Bildträger miteinander verbunden. Gleichzeitig dienen die Querbalken als Halterungen für das Acrylbild, das nun einfach zwischen die Querbalken gesteckt werden kann.  

 

2. Idee: funkelnder Bilderrahmen

Ein eher schlichtes, puristisches Acrylbild kann gut einen auffälligen Rahmen vertragen. Und ein funkelnder Rahmen lässt sich aus folgenden Materialien anfertigen:

  • ·         ganz einfacher Bilderrahmen aus Holz
  • ·         ausgemusterte CDs
  • ·         glatte Strukturpaste
  • ·         Acrylfarbe im gewünschten Farbton
  • ·         Pinsel und Spachtel
  • ·         Schere
  • ·         Pinzette
  • ·         Schwammtuch

Zuerst wird der Bilderrahmen mit Acrylfarbe grundiert. Während die Farbe trocknet, werden die CDs mit der Schere in kleine Stückchen zerschnitten. Das Zerschneiden der CDs mit einer herkömmlichen Schere ist zwar etwas anstrengend, funktioniert aber gut.

Dann wird die Strukturpaste mit Acrylfarbe vermischt und mit dem Spachtel in einer gleichmäßig dünnen Schicht auf den Bilderrahmen aufgetragen. In die Paste werden nun die kleinen CD-Stückchen gesetzt und leicht angedrückt. Das Anordnen der CD-Stückchen klappt mit einer Pinzette besonders gut. Ob der gesamte Bilderrahmen verziert wird oder ob die funkelnden CD-Stückchen nur vereinzelt aufgeklebt werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen.

Sind die CD-Stückchen aufgeklebt, muss die Acrylpaste trocknen. Anschließend wird eine weitere Schicht eingefärbte Acrylpaste auf den Bilderrahmen aufgetragen. Wie beim Verfugen von Fliesen werden so die Zwischenräume zwischen den CD-Stückchen aufgefüllt. Mit einem feuchten Schwammtuch wird die überschüssige Acrylpaste dann abgewischt. Dadurch werden auch die CD-Stückchen wieder sauber. Nun muss der Bilderrahmen nur noch trocknen.

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