Wertvolle Acrylbilder versichern – 5 Tipps

Wertvolle Acrylbilder versichern – 5 Tipps  

Bei wertvollen Acrylbildern sollte der Kunstliebhaber auf einen ausreichenden Versicherungsschutz achten. Hier dazu 5 Tipps!

Viele Künstler haben Acrylfarben für sich entdeckt. Schließlich können mit Acrylfarben verschiedenste Maltechniken umgesetzt werden. Dabei sind Acrylfarben in der Handhabung längst nicht so anspruchsvoll wie etwa Ölfarben, müssen den optischen Vergleich aber keineswegs scheuen. Kein Wunder also, dass der Kunstmarkt inzwischen zahlreiche Acrylbilder von namhaften Künstlern und Nachwuchstalenten bereithält.

Allerdings können die Preise ganz schön hoch sein. Spätestens wenn der Kunstliebhaber ein paar wertvolle Acrylbilder sein Eigen nennt, sollte er deshalb über eine Versicherung nachdenken. Durch eine Kunstversicherung sind Gefahren wie Feuer, Wasser, Diebstahl oder Beschädigungen durch Dritte abgesichert.

Dadurch ist zwar nicht garantiert, dass ein Acrylbild keinen irreparablen Schaden nimmt. Aber falls der Versicherungsfall eintritt, hält sich zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen. Nur: Wie kann der Kunstliebhaber wertvolle Acrylbilder versichern? Und was kann er tun, um seine Kunstsammlung bestmöglich zu schützen?

Hier dazu fünf Tipps! 

 

Tipp 1: Risikobegrenzung

Schon in seinem eigenen Interesse sollte der Kunstliebhaber auf einen möglichst guten Schutz seiner Acrylbilder achten. Vor allem wenn die Sammlung recht umfangreich ist oder einige besonders kostbare Arbeiten enthält, kann sich eine Investition in einbruchsichere Fenster und Türen oder eine solide Alarmanlage auszahlen. Denn solche Sicherheitsvorkehrungen werden dem Kunstliebhaber nicht nur ein besseres Gefühl geben, wenn er sich nachts schlafen legt oder verreist. Stattdessen können sie sich auch mit Blick auf den Versicherungsbeitrag positiv bemerkbar machen.

Um die Gefahr von möglichen Schäden so gering wie möglich zu halten, sollte der Kunstliebhaber aber auch ganz praktische Dinge berücksichtigen. Hierzu gehört beispielsweise, die Acrylbilder ordentlich aufzuhängen und bei einer Ausleuchtung auf Leuchtmittel zu achten, die für die Bilder unschädlich sind. Acrylbilder wiederum, die gerade nicht an der Wand hängen, sollten unbedingt sachgerecht eingelagert sein.

 

Tipp 2: Dokumentation

Der Kunstliebhaber ist gut beraten, wenn er seine Kunststammlung gewissenhaft dokumentiert. Dazu sollte er für jedes Acrylbild ein Kurzexposé erstellen, das sich aus einem Foto und einer Beschreibung zusammensetzt. Ergänzen sollte er ein solches Exposé durch einen aktuellen Wertnachweis für das jeweilige Acrylbild, beispielsweise in Form vom Kaufbeleg oder eines Wertgutachtens durch einen Kunstsachverständigen.

Durch eine solche Dokumentation behält der Kunstliebhaber stets einen guten Überblick über seine Sammlung. Gleichzeitig ist er auf der sicheren Seite, falls ein Versicherungsfall eintreten sollte. Denn durch seine Datenbank kann er eindeutig und zweifelsfrei belegen, welche Acrylbilder überhaupt beschädigt oder entwendet wurden. Gleichzeitig tragen präzise Angaben und handfeste Nachweise dazu bei, dass die Schadensregulierung deutlich einfacher und schneller vonstatten gehen kann.

 

Tipp 3: Hausratversicherung

Bei einer privaten Kunstsammlung ist es oft nicht notwendig, eine eigenständige Kunstversicherung abzuschließen. Stattdessen kann der Kunstliebhaber seine Acrylbilder meist über die Hausratversicherung absichern. Dabei sollte der Kunstliebhaber aber auf zwei wichtige Punkte achten:

1.       Deckungssumme: Die Versicherungssumme muss so hoch sein, dass sie den Wert der Kunstsammlung abdeckt.

2.       Versicherungsbedingungen: Es gibt Hausratversicherungen, die Wertgegenstände zwar absichern, den Versicherungsschutz für Wertgegenstände aber begrenzen. Die vereinbarte Deckungssumme wird in diesem Fall nur anteilig für die Kunstsammlung verwendet.

Hat der Kunstliebhaber den Eindruck, dass der Versicherungsschutz durch die Hausratversicherung für seine Kunstsammlung zu allgemein ist, oder deckt die Versicherungssumme den Wert der Acrylbilder nicht ab, sollte er eine Kunstversicherung in Erwägung ziehen. Gleiches gilt, wenn die Hausratversicherung bei einer hohen Deckungssumme zu teuer wird.

 

Tipp 4: Kunstversicherung

Kunstversicherungen werden zum einen von Versicherungsgesellschaften angeboten, die speziell im Bereich des Kunstmarkts tätig sind. Zum anderen sind Kunstversicherungen bei vielen herkömmlichen Versicherungsgesellschaften erhältlich, dann meist als Ergänzung zur Hausratversicherung. Dabei gehört die Kunstversicherung zu den Individualversicherungen und hier in die Gruppe der Sachversicherungen.

Der Leistungsumfang einer Kunstversicherung ergibt sich aus dem jeweiligen Tarif. Generell schließt eine Kunstversicherung aber die gesamte Kunstsammlung ein, zu der neben den Acrylbildern mitsamt deren Bilderrahmen und Befestigungen auch andere Kunstobjekte wie Zeichnungen, Fotos, Skulpturen und weitere Kunstarbeiten gehören können. Teilweise deckt eine Kunstversicherung zudem sonstige Wertgegenstände wie Schmuck, Uhren oder Pelze ab. Und normalerweise ist eine Kunstversicherung eine sogenannte All-Risk-Police.

All Risk bedeutet, dass die Kunstversicherung Schutz vor allem Gefahren bietet. Neben den klassischen Versicherungsrisiken wie Feuer, Wasserschäden, Diebstahl oder Raub deckt sie dadurch auch unbeabsichtigte Sachbeschädigungen ab, die der Versicherungsnehmer oder ein Dritter verursacht hat. Stolpert der Versicherungsnehmer beispielsweise und reißt dabei ein Acrylbild von der Wand oder bleibt ein Gast beim Anziehen seiner Jacke versehentlich an einem Acrylbild hängen, würde die Kunstversicherung den entstandenen Schaden regulieren.

Teilweise ist im Versicherungsumfang außerdem eine Transportversicherung enthalten. Sie springt ein, wenn ein Schaden entsteht, während die Acrylbilder des Versicherungsnehmers verpackt, verladen, an einen anderen Ort transportiert und dort ausgestellt werden.

Wie bei jeder Versicherung gilt natürlich auch bei der Kunstversicherung, dass der Kunstliebhaber mehrere Angebote miteinander vergleichen sollte. Dabei zählt bei einem Versicherungsvergleich aber nicht nur der Preis, sondern vor allem, welche Leistungen der Tarif enthält. Außerdem sollte der Kunstliebhaber das Kleingedruckte sorgfältig durchlesen, bevor er unterschreibt.

 

Tipp 5: Wertzuwachs

Acrylbilder können im Laufe der Zeit einen Wertzuwachs verzeichnen. Nachdem in den vergangenen Jahren Finanz- und Wirtschaftskrisen zu turbulenten Zeiten geführt haben und klassische Geldanlageprodukte kaum Zinsen bringen, setzen viele Kunstliebhaber auf Sachwerte wie eben Bilder und andere Kunstobjekte. Im Ergebnis sind die Preise auf dem Kunstmarkt stark gestiegen.

Unabhängig davon kann ein Acrylbild aber beispielsweise auch dann deutlich an Wert gewinnen, wenn sich der einst unbekannte Künstler im Laufe der Zeit einen Namen gemacht hat. Vor allem bei Acrylbildern, die sich schon länger in seinem Besitz befinden, sollte der Kunstliebhaber deshalb regelmäßig prüfen, ob sich etwas am Wert geändert hat. Im nächsten Schritt kann es dann notwendig sein, den Versicherungsschutz an den neuen Wert der Kunstsammlung anzupassen.

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