Anleitung: Farbakzente mit der Dip-Dye-Technik

Anleitung: Farbakzente mit der Dip-Dye-Technik

Manchmal ist ein Raum schön und gemütlich eingerichtet. Alles passt gut zusammen, das Gesamtbild ist stimmig und eigentlich sieht das Zimmer toll und einladend aus. Doch trotzdem fehlt irgendwie der letzte Pfiff.

Anleitung Farbakzente mit der Dip-Dye-Technik

In diesem Fall reicht es oft aus, kleine Farbakzente zu setzen, die dem Auge optische Highlights bieten und den ganzen Raum gleich viel lebendiger wirken lassen.

Und eine Möglichkeit, wie sich einfache Gegenstände im Handumdrehen in bunte Accessoires verwandeln, ist die Dip-Dye-Technik.

Sie stellen wir in dieser Anleitung vor!:

Die benötigten Materialien

  • Acryllack in den gewünschten Farbtönen

  • Papp- oder Plastikbecher

  • Küchenutensilien wie Kochlöffel, Bratwender und Schneidebretter mit Griffen aus Holz

  • Schleifpapier mit einer 120er-Körnung

  • Spiritusreiniger und Lappen nach Bedarf

  • Zeitung oder Folie zum Schutz der Arbeitsfläche

Anleitung: Farbakzente mit der Dip-Dye-Technik

Wir erklären die Dip-Dye-Technik am Beispiel von hölzernen Kochutensilien. Damit die Kochlöffel, Bratwender und anderen Gegenstände nicht nur zur reinen Deko werden, sondern auch weiterhin genutzt werden können, sollten in diesem Fall Acryllacke verwenden werden, die speichelecht und gemäß EN 73-1 für Spielzeug geeignet sind.

Die Technik eignet sich aber natürlich nicht nur für Küchenhelfer aus Holz. Vielmehr kann damit so gut wie jede saubere Oberfläche, an der die Farbe haften bleibt, verschönert werden.

Und wenn zum Beispiel eine einfarbige Vase oder eine simple Flasche ins Farbbad kommt, muss es auch nicht unbedingt ein speicherechter Acryllack sein. Die Anleitung selbst bleibt gleich.

Bevor es losgeht, noch ein Tipp:

Wer Reste von normalen Acrylfarben hat, kann sie ebenfalls für die Dip-Dye-Technik verarbeiten. Sollten die Farben sehr dickflüssig sein, können sie mit etwas Wasser verdünnt werden.

Eine Schutzschicht aus transparentem Lack sorgt dann nach dem Trocknen dafür, dass die Farbschicht versiegelt ist und die Gegenstände feucht gereinigt werden können.

  1. Schritt: die Oberflächen vorbereiten

Die Dip-Dye-Technik basiert auf einem Farbbad, in das die Gegenstände hineingetaucht werden. Damit der Acryllack gut an der Oberfläche haftet und später dann nicht so leicht abblättert, sollten die Oberflächen etwas angeraut werden.

Dazu werden die Griffe der hölzernen Küchenutensilien mit dem feinen Schmirgelpapier vorsichtig angeschliffen. Werden Küchenhelfer eingefärbt, die schon in Gebrauch waren, entfernt das Abschmirgeln auch gleich mögliche Schmutz- und Fettreste.

Nach dem Schleifen werden die Kochutensilien mit einem feuchten Tuch gründlich abgewischt, um so den kompletten Schleifstaub abzunehmen.

Sollten sich die Küchenhelfer danach noch immer leicht fettig anfühlen, kann etwas Spiritusreiniger auf ein Tuch gegeben werden. Werden die Küchenhelfer damit abgerieben, beseitigt der Alkohol die Fettreste.

  1. Schritt: das Farbbad bereitstellen

Wie die Vorbereitungen für das Farbbad aussehen, richtet sich nach den vorhandenen Acryllacken. Sollen die Lacke in den Farbtönen verwendet werden, wie sie aus der Dose kommen, können die Farbdosen einfach nebeneinander aufgereiht werden.

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Für Mischtöne werden jeweils kleinere Mengen der entsprechenden Lacke in Papp- oder Plastikbecher gefüllt. Anschließend können die Lacke verrührt werden.

Möglich ist aber auch, die Farben nur in die Becher zu geben, ohne sie zu vermischen. Dadurch entstehen beim Eintauchen mehrfarbige Muster auf den Küchenhelfern.

Außerdem sollte spätestens jetzt die Arbeitsfläche gut mit Zeitung, Folie oder altem Papier abgedeckt werden. Denn solange die Farbe noch feucht ist, können sich Farbtropfen lösen.

  1. Schritt: die Gegenstände in Farbe tauchen

Nun beginnt die Gestaltung. Dafür wird ein Kochlöffel genommen und sein Stiel bis zur gewünschten Höhe in die Farbe getaucht. Dabei kann der Löffel gerade nach unten eingetunkt werden.

So ergibt sich eine gerade Kante. Soll die Farbkante hingegen schief verlaufen, kann der Kochlöffel entsprechend schräg in die Farbe eingetaucht werden.

Befindet sich in der Dose oder im Becher nur noch ein kleinerer Farbrest, der nicht ausreicht, um den Kochlöffel tief genug einzutunken, wird das Gefäß in die Hand genommen und etwas schräg gehalten. Anschließend kann der Stiel vorsichtig in der Farbe gedreht werden, bis er rundherum benetzt ist.

Nachdem der Kochlöffel sein Farbbad genommen hat, wird er wieder aus der Farbe herausgezogen. Anschließend muss der Stiel solange über der Dose oder dem Becher gehalten werden, bis die überschüssige Farbe größtenteils abgetropft ist. Das kann durchaus einen Moment dauern. Deshalb ist hier etwas Geduld gefragt.

4. Schritt: die Farbe trocknen lassen

Wenn der Acryllack kaum noch vom Kochlöffel tropft, kann dieser zum Trocknen auf die Lackdose oder einen Becher gelegt werden. Wichtig dabei ist aber, den Löffel so zu positionieren, dass die Farbfläche nirgends aufliegt. Andernfalls würde der Gefäßrand als unschöne Druckstelle sichtbar bleiben.

Solange der Lack noch recht feucht ist, sollte der Löffel außerdem immer mal wieder gedreht werden. Das verhindert Nasen im Lack. Während der erste Küchenhelfer trocknet, können die nächsten Utensilien ins Farbbad getunkt werden. So werden nach und nach alle Kochutensilien eingefärbt.

Die fertigen Küchenhelfer können dann entweder aufgehängt oder in ein Gefäß gestellt werden. Auf diese Weise bringen sie etwas bunte Farbe in die Küche.

Werden andere Gegenstände wie zum Beispiel Flaschen, Vasen oder Blumentöpfe gestaltet, ändert sich an der Anleitung im Prinzip nichts.

Nur muss die Farbe dann in ein Gefäß umgefüllt werden, das groß genug ist, um den jeweiligen Gegenstand eintunken zu können.

Mehr Beispiele:

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Hier schreiben die beiden Künstler und Maler RZA & Feryal (Christian Gülcan & Ferya Gülcan). Beide Baujahr 1974, mit teilweise unterschiedlichen Einstieg (Grafitti, Zeichnen & Design) in die Acrylmalerei. Wir sind Markeninhaber der Kunstschmiede kooZal und malen hauptsächlich moderne und abstrakte Acrylbilder im Großformat. Unser eigenes Studio bzw. Atelier befindet sich in Bremen.

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