Schwammtupfen mit Acrylfarben

Schwammtupfen mit Acrylfarben

Schwammtupfen mit Acrylfarben

 

Acrylfarben sind wohl das, was gemeinhin als dankbare Farben bezeichnet wird. So lassen sich Acrylfarben nicht nur recht einfach verarbeiten, sondern sie eignen sich auch für die verschiedensten Untergründe. Außerdem trocknen sie schnell, sorgen für intensive und leuchtstarke Farbflächen und können untereinander zu immer neuen Farbtönen zusammengemischt werden.

Hinzu kommt, dass mit Acrylfarben allerlei Maltechniken möglich sind. So kann der Farbauftrag mit Pinseln genauso erfolgen wie mit Malmessern, Spachteln, Bürsten, den Fingern und verschiedensten anderen Werkzeugen.

Eine weitere Maltechnik, die zu tollen Ergebnissen führt und dabei sehr einfach umzusetzen ist, ist das Schwammtupfen.

 

Wie das funktioniert, erklärt die folgende Anleitung:

 

Schwammtupfen mit Acrylfarben – ein paar Infos vorab

Wie die Bezeichnung bereits andeutet, wird beim Schwammtupfen Acrylfarbe mit einem Schwamm auf den Untergrund getupft. Dadurch entsteht ein lebendiges Muster, das sehr dekorativ und originell aussieht, sich aber gleichzeitig dezent zurückhält.

Die Technik eignet sich für die verschiedensten Bereiche. So können auf diese Weise ganze Wände gestaltet oder Möbelstücke aufgepeppt werden. Bilderrahmen, kleinere Einrichtungsgegenstände und Dekoobjekte erhalten durch das Schwammtupfen eine individuelle Note.

Die Technik eignet sich aber auch hervorragend, um den Hintergrund von einem Gemälde oder eine Collage anzulegen, Bildausschnitte wie beispielsweise den Himmel, Häuserwände oder Wiesen zu gestalten oder auf einzelnen Farbflächen innerhalb des Bildes Akzente zu setzen.

 

Schwammtupfen mit Acrylfarben – das wird benötigt

Neben Acrylfarben ist das wichtigste Werkzeug beim Schwammtupfen ein Schwamm. Am besten eignet sich ein Naturschwamm, denn durch seine unregelmäßigen Strukturen unterstützt er das dekorative Muster. Wer keinen Naturschwamm zur Hand hat und nicht extra einen kaufen möchte, kann aber genauso gut auch einen einfachen künstlichen Badeschwamm, ein Stück Schaumstoff oder eine ausrangierte Farbrolle verwenden.

Wird davon ein Stück abgerissen oder mit der Schere ein wenig nachgeholfen, lässt sich ebenfalls eine interessante, ungleichmäßige Oberflächenstruktur erzeugen.

Außer dem Schwamm und Acrylfarben wird für das Schwammtupfen noch ein Pinsel benötigt. Je nach Malgrund kommen dann noch Grundierung, Klarlack und Schleifpapier dazu.

 

Schwammtupfen mit Acrylfarben – so geht’s

Die Technik selbst ist denkbar einfach und gliedert sich in folgende Arbeitsschritte:

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Wird eine Oberfläche aus Holz gestaltet, muss die Oberfläche zunächst abgeschliffen und grundiert werden. Andere Oberflächen sollten gründlich gereinigt und von Staub befreit werden. Wird ein Acrylbild gemalt und dient Malkarton oder Papier als Malgrund, ist keine Vorbehandlung nötig. Auch bei Leinwand und anderen textilen Geweben kann auf eine Grundierung verzichtet werden. Wer möchte, kann den Malgrund aber natürlich vorbehandeln, entweder mit einer speziellen Grundierfarbe oder mit einer dünnen Schicht Acrylbinder.

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Der Untergrund erhält nun einen Grundanstrich. Hierfür wird Acrylfarbe im gewünschten Farbton in einer gleichmäßigen Schicht auf die Fläche aufgetragen. Je nach Größe der Fläche kann dies mit dem Pinsel oder mit einer Farbrolle erfolgen. Der Grundanstrich muss dann vollständig durchtrocknen. Sollte die Farbschicht nicht gleichmäßig decken, kann eine weitere Farbschicht aufgebracht werden, die ebenfalls komplett durchtrocknen muss.

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Jetzt folgt das eigentliche Schwammtupfen. Dafür wird mit dem Schwamm etwas Acrylfarbe aufgenommen. Diese Acrylfarbe sollte in einem Farbton gewählt werden, der sich deutlich vom Grundanstrich unterscheidet. Ob die Farbe dabei nur einige Nuancen dunkler oder heller ist als der Grundanstrich oder ob eine gänzlich andere Farbe zum Einsatz kommt, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen.

Der mit Farbe benetzte Schwamm wird nun auf den Untergrund getupft. Wichtig dabei ist aber, dass mit dem Schwamm wirklich nur sanft und mit wenig Druck über die Fläche getupft wird. Wird der Schwamm fest auf die Fläche gepresst, entsteht kein filigranes Muster, das die Oberflächenstrukturen des Schwammes abbildet.

Stattdessen ergeben sich eher unschöne Flecken. Wenn die Farbe auf dem Schwamm aufgebraucht ist, wird neue Farbe aufgenommen und der Schwamm wieder auf die Fläche aufgetupft. Dies wird nun solange wiederholt, bis die gesamte Fläche mit dem Muster überzogen ist. Wer möchte, kann das Tupfmuster auch eher zurückhaltend gestalten und in einer zweiten Runde eine weitere Acrylfarbe auftupfen.

Wenn das Tupfmuster fertig und trocken ist, kann die Fläche wie gewünscht weiterbearbeitet werden. Wurde eine Wand mit der Tupftechnik gestaltet, ist die Arbeit nun abgeschlossen. Bei einem Möbelstück, einem Einrichtungsgegenstand oder einem Zierobjekt kann ein transparenter Lack aufgetragen werden. Er versiegelt die Oberfläche und schützt das Muster. Wurde das Schwammtupfen eingesetzt, um auf diese Weise den Hintergrund für ein Acrylbild oder eine Collage zu gestalten, können nun das eigentliche Motiv gemalt oder die Bildelemente und Objekte arrangiert werden.

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