Farben selbst anrühren – 2 Rezepte

Farben selbst anrühren – 2 Rezepte

Farben selbst anrühren – 2 Rezepte

 

Acrylfarben sind in vielen verschiedenen Farbtönen erhältlich. Da die Farben miteinander vermischt werden können, reicht es aber im Prinzip aus, wenn sich der Hobby-Künstler nur eine kleine Auswahl an Farben zulegt. Diese Farben kann er dann selbst zusammenmischen, um neue Farbtöne zu kreieren.

Außerdem können Acrylfarben verdünnt oder angedickt und mit verschiedenen Malmitteln angereichert werden, wenn bestimmte Maltechniken umgesetzt oder besondere Oberflächenstrukturen und Effekte erzielt werden sollen. Eine schöne Abwechslung kann es aber auch sein, Farben selbst anzurühren.

Viele Farben lassen sich mit wenig Aufwand herstellen und führen in Kombination mit den Acrylfarben zu Bildern und Gemälden mit ganz besonderer Note. 3 Rezepte für Farben zum Selbermachen stellen die folgenden Anleitungen vor. Generell ist es aber ratsam, die Bilder dann auf einem eher festen Untergrund wie einer grundierten Holzplatte oder einem dickeren Malkarton zu malen.

Soll auf Leinwand gemalt werden, sollte der Malgrund sorgfältig grundiert werden. Andernfalls könnte es passieren, dass der Stoff die Farben aufsaugt und auf der Oberfläche nur die Farbpigmente ohne ausreichende Haftung zurückbleiben.

 

1. Rezept für selbst angerührte Farben

Mit dem folgenden Rezept lassen sich Farben herstellen, die optisch an Email erinnern. Die Farben können auf allen festen Untergründen vermalt werden. Im Unterschied zu Acrylfarben brauchen diese Farben allerdings recht lange, bis sie trocken sind. Angerührt werden die Farben aus Eiweiß, Puderzucker und flüssigem Klebstoff. Als Farbpigmente kommt Farbpulver für Temperafarben zum Einsatz.

 

Die Herstellung der Farben geht so:

·         Als erstes werden zwei Tassen Puderzucker in ein Rührgefäß gegeben.

·         Unter Rühren wird nun ein Eiweiß hinzugefügt. Anschließend wird solange kräftig gerührt, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.

·         In das Puderzucker-Eiweiß-Gemisch wird nun langsam eine halbe Tasse Klebstoff eingerührt. Danach sollte eine sehr dickflüssige Masse vorhanden sein. Diese Masse ist die Basis für die Farben.

·         Von der Masse wird jetzt ein Teil abgenommen und in ein kleines Gefäß umgefüllt. Anschließend wird Farbpulver in das Gefäß gegeben und sorgfältig eingerührt. Die Menge des Farbpulvers hängt davon ab, wie intensiv der Farbton werden soll.

·         Masse, die nicht gleich verbraucht wird, kann in einem verschließbaren Glasgefäß, beispielsweise einem leeren Marmeladenglas, aufbewahrt werden. Gleiches gilt natürlich für die schon angemischten Farbtöne.

 

2. Rezept für selbst angerührte Farben

Farben in natürlichen Sand- und Erdtönen lassen sich mit wenig Aufwand selbst herstellen. Die wichtigste Zutat sind verschiedene Sorten Sand und Erde. Sie lassen sich bei Spaziergängen durch die Natur und in Parkanlagen sammeln. Auch bei Baustellen kann sich ein Blick auf die ausgehobenen Löcher lohnen.

Mitunter ist es ganz schön erstaunlich, wie viele verschiedene Farbtöne bei solchen Streifzügen zusammenkommen. Als weitere Zutaten für die Farben werden Wasser und Kleisterpulver auf Cellulose-Basis benötigt.

 

Angemischt werden die Farben wie folgt:

·         Zuerst müssen die Sand- und Erdsorten trocknen. Dafür wird die jeweilige Erde oder der Sand auf Zeitungspapier geschüttet und auseinandergeschoben. Sollten kleine Steinchen, Blätter oder Aststückchen vorhanden sein, werden diese entfernt.

·         Ist die Erde trocken, wird sie zuerst durch ein grobmaschiges und danach durch ein feinmaschiges Sieb gesiebt. Für den Sand gilt natürlich dasselbe. Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen und die eigentliche Farbherstellung kann beginnen.

·         Für eine Farbe werden drei Teelöffel Erde oder Sand, ein gehäufter Teelöffel Kleisterpulver und eine Tasse Wasser in einen kleinen Topf gegeben. Die Zutaten werden dann gut miteinander verrührt.

·         Nun wird die Mischung unter ständigem Rühren langsam erhitzt, bis sie einmal aufkocht.

·         Sobald die Farbe abgekühlt ist, kann sie vermalt werden. Zum Aufbewahren eignet sich ein Glasgefäß mit Schraubverschluss am besten.

 

3. Rezept für selbst angerührte Farben

Acrylfarben können in der Konsistenz vermalt werden, wie sie aus der Tube oder Flasche kommen. Sie können aber genauso auch verdünnt oder angedickt werden. Um besondere Effekte zu erzielen oder Strukturen anzulegen, können spezielle Pasten, Sande und andere Malmittel hinzugefügt werden.

Ähnlich vielseitige Farben lassen sich aus Wasser und Temperafarbe in Pulverform auch selbst anrühren. Für ein Grundrezept werden die beiden Zutaten im Verhältnis 1:2 miteinander verrührt. In eine Tasse Wasser werden also zwei Tassen Farbpulver gegeben und zu einer homogenen Farbmasse verrührt.

 

Dieses Grundrezept kann nun aber abgewandelt werden, beispielsweise so:

·         Wird der Anteil an Wasser reduziert, entsteht eine sehr intensive und kräftige Farbe mit einer dickflüssigeren Konsistenz.

·         Wird mehr Wasser hinzugefügt, wirken die Farben blasser und stumpfer. Sie eignen sich dann für Lasuren und aquarellartige Malereien.

·         Für Farbflächen mit einer körnigen Oberfläche kann das Farbpulver mit ganz wenig Sand vermischt werden.

·         Sollen die Farbflächen eine vernarbte Optik erhalten, kann das Farbpulver mit zwei Esslöffeln Zucker vermengt werden.

Eine raue Oberflächenstruktur entsteht, wenn das Farbpulver mit einem halben Esslöffel Holzmehl angereichert wird.

Thema: Farben selbst anrühren – 2 Rezepte

Kommentar verfassen