Infos und Tipps zur Malpalette für die Acrylmalerei 

Die Acrylmalerei bietet einige Vorteile. So entstehen nicht nur interessante und farbintensive Kunstwerke, sondern die Acrylmalerei eignet sich hervorragend auch für Anfänger.

Zudem fällt die Grundausstattung, die für das Malen
von Acrylbildern benötigt wird, recht überschaubar aus:

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Die wichtigsten Utensilien sind natürlich die Acrylfarben, wobei für den Anfang grundsätzlich Acrylfarbe in Gelb, Rot, Blau, Weiß und Schwarz völlig ausreicht. Da Acrylfarben untereinander gemischt werden können, können alle anderen Farbtöne aus diesen Basisfarben selbst hergestellt werden. Für den Anfang muss es außerdem auch nicht unbedingt Künstleracrylfarbe sein, sondern gute Hobby-Acrylfarbe genügt völlig.

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Neben den Farben wird ein Malgrund benötigt. Die meisten malen ihre Acrylbilder auf bereits grundierter Leinwand oder auf Malkarton, möglich sind aber beispielsweise auch Holz-, Metall- oder Steinplatten.

Wird auf Stoff gemalt, muss dieser zuvor grundiert werden und dies ist mittels Acrylbinder möglich. Acrylbinder ist ein vielseitig einsetzbares Malmittel und kann auch als Zwischenfirnis, bei der Herstellung eigener Farben, als Zusatz bei Lasuren oder als Klebstoff bei Collagen verwendet werden.

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Ebenfalls zur Grundausstattung gehören Pinsel. In der Acrylmalerei werden in aller Regel Kunsthaarpinsel verwendet, denn Kunststoffpinsel können Kunststofffarben besser aufnehmen. Die Größe der Pinsel hängt natürlich ein wenig von dem Bild ab, aber prinzipiell reichen drei unterschiedlich große Flachpinsel aus.

Für kleine Details bieten sich außerdem ein kleiner Rundpinsel und für große Farbflächen ein einfacher Malerpinsel an. Auf Spezialpinsel wie beispielsweise Schlepper- oder Katzenzungenpinsel kann am Anfang guten Gewissens verzichtet werden. Ob mit kurz- oder langstieligen Pinseln gemalt wird, ist letztlich Geschmacksache.

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Mit Zeichenkohle für die Skizzen auf dem Malgrund, einem Schlussfirnis sowie eventuell Strukturpasten ist die Grundausstattung für die Acrylmalerei komplett. 
Bei den Utensilien für die Acrylmalerei kommt es in erster Linie auf die Qualität an. Je hochwertiger die Materialien sind, desto einfacher ist die Handhabung und desto schöner ist das Ergebnis.

Dabei muss es aber keineswegs immer nur das teuerste Malzubehör namhafter Hersteller sein, denn der Preis alleine sagt noch nichts über die Qualität aus. Manch einer wird sich nun aber vielleicht darüber wundern, dass die Malpalette nicht in der Grundausstattung auftaucht. Wenn es um einen Künstler geht, haben die meisten schließlich eine Person vor Augen, die einen mit bunten Farbflecken übersäten Kittel trägt, vor einer Staffelei steht und in einer Hand den Pinsel und in der anderen Hand die Malpalette hält. Dieses typische Bild wird aber vermutlich eher in der Ölmalerei zu finden sein.

In der Acrylmalerei hingegen kann zwar ebenfalls eine Malpalette verwendet werden, allerdings ist dies nicht unbedingt notwendig und zudem auch nicht immer sinnvoll.  

 

Infos und Tipps zur Malpalette für die Acrylmalerei

Zu den besonderen Merkmalen von Acrylfarben gehört die verhältnismäßig kurze Trocknungszeit. Auf einer traditionellen Malplatte, auf die nur verhältnismäßig kleine Farbmengen aufgenommen werden, trocknen Acrylfarben daher recht schnell ein. Aus diesem Grund sind Leerbehälter meist die bessere Wahl.

Im Künstlerbedarf sind spezielle Leerbehälter für die Acrylmalerei erhältlich, die gleiche Funktion erfüllen aber beispielsweise auch leere Aluschalen von großen Teelichtern, kleine Kunststoffbecher oder abgeschnittene Plastikflaschen. Sinnvoll ist allerdings, weiße oder transparente Behälter zu verwenden, denn andernfalls könnte die Wirkung der Farben im Behälter verfälscht sein. Im Künstlerbedarf sind neben Leerbehältern auch Malpaletten erhältlich, die speziell für die Acrylmalerei entwickelt wurden. Diese Malpaletten bestehen meist aus Porzellan oder Kunststoff und sind mit Vertiefungen ausgestattet, die die Acrylfarben aufnehmen.

Feste oder stark verdünnte Acrylfarben trocknen auf diesen Malpaletten nicht ganz so schnell wie auf herkömmlichen Malpaletten. Allerdings reichen die Vertiefungen meist nur für kleinere Farbmengen aus. Insofern sind solche Malpaletten in erster Linie geeignet, wenn nur verhältnismäßig kleine Farbflächen gestaltet werden sollen. Werden größere Farbmengen benötigt, beispielsweise wenn mit sehr stark verdünnten Farben lasierend gemalt werden soll oder wenn größere Farbflächen mit Mischtönen gestaltet werden, sind Leerbehälter besser geeignet.

Wird mit einer Malpalette gearbeitet, ist Sauberkeit höchstes Gebot. Das bedeutet, die Malpalette muss nach jedem Gebrauch gründlich mit Wasser gereinigt und mit einem Tuch abgerieben werden. Farbrückstände könnten sich nämlich mit den neuen Acrylfarben vermischen und diese verunreinigen. Um die Trocknungszeit der Acrylfarben auf der Malpalette ein wenig zu verlängern, kann die Malpalette hin und wieder mit etwas Wasser besprüht werden.

Eine andere Variante wäre, die Malpalette mit einem dünnen Schwamm und einem feuchten Stück Stoff zu überziehen. Durch den Schwamm ist es einfacher, die Malpalette regelmäßig zu befeuchten. Allerdings ist auch dies auf Dauer recht umständlich und zudem muss darauf geachtet werden, die Malpalette nicht zu nass werden zu lassen, weil die Farben sonst ineinander laufen könnten.

Weiterführende Tipps zu Acrylbildern und Acrylfarben:

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