Allgemeine Tipps zum Malen mit Acrylfarben 

Das Malen mit Acrylfarben bietet gegenüber dem Malen mit anderen Materialien und Techniken einige wesentliche Vorteile. So sind Acrylfarben vielseitig einsetzbar, was bedeutet, dass sie in nahezu allen Techniken verarbeitet werden können, angefangen bei einer aquarellartigen Verarbeitung bis hin zu einem pastosen Auftrag.

Zudem erfordert das Malen mit Acrylfarben keiner umfangreichen Vorbereitung und ist insbesondere im Hinblick auf die benötigte Grundausstattung für erste Malversuche recht kostengünstig möglich.

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Grundsätzlich ist es nicht notwendig, Farben in großer Menge und in vielen unterschiedlichen Farbtönen zu erwerben, für den Anfang reicht es aus, wenn die Grundfarben vorhanden sind. Zudem sind Acrylfarben im Allgemeinen sehr ergiebig und können bedenkenlos miteinander gemischt oder mit Wasser verdünnt werden.

Das Anmischen der Farben

kann auf einer Palette erfolgen, möglich ist aber genauso auch ein ausrangierter Porzellan- oder Keramikteller. Als Malgrund für die Acrylmalerei eignen sich nahezu alle Materialien, von Leinwand, Holz, Stein und Glas bin hin zu Papier. Wird einfacher Zeichenkarton verwendet, sollte dieser allerdings fest sein und eine Qualität von etwa 190g haben.

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Für den Auftrag der Farben kommen Pinsel, Messer, Spachtel und andere Mittel zum Einsatz. Wichtig ist, insbesondere Pinsel nach dem Malen gründlich auszuwaschen, denn wenn die Acrylfarben getrocknet und ausgehärtet sind, können sie nicht mehr ausgewaschen und die Pinsel folglich nicht mehr verwendet werden.

Allerdings reicht es im Regelfall aus, das Malwerkzeug mit Wasser auszuwaschen, spezielle Reinigungsmittel sind nicht erforderlich. Gleiches wie für die Malwerkzeuge gilt übrigens auch für die Kleidung, so dass es sinnvoll ist, ältere und ausgemusterte Textilen beim Malen zu tragen.

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Acrylfarben erscheinen beim Auftragen und Anmischen immer heller als später auf dem getrockneten Bild. Dies liegt daran, dass das Bindemittelacryl im feuchten Zustand milchig weiß ist und beim Trocknen transparent wird. Farben, die in Tuben und Flaschen angeboten werden, können direkt verwendet oder je nach gewünschter Maltechnik angepasst werden.

Um die Farben zu verdicken, werden spezielle Verdickungsmittel beigemischt, zum Verdünnen der Farben kommt Wasser zum Einsatz. Allerdings sollten die Farben bei einer aquarellartigen Verarbeitung mit einem seidenmatten Fixiermittel oder mit Reinacryl fixiert werden, da sie ansonsten dazu neigen, zu verwischen.

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Werden die Acrylfarben selbst angemischt, sollte hierfür genügend Zeit eingeplant werden, was bedeutet, dass die Farbpigmente nicht mit Wasser und Bindemittel vermischt und direkt aufgetragen werden sollten. Besser ist es, die Farbpigmente anzufeuchten und erst dann mit möglichst wenig Bindemittel anzureiben, wenn die Pigmente vollständig durchgeweicht sind.

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Insgesamt trocknen die geruchsneutralen Acrylfarben wesentlich schneller als beispielsweise Ölfarben. Allerdings sind Acrylfarben grundsätzlich immer nur griff- und wischtrocken, jedoch nie vollständig durchgetrocknet. Daher dürfen Acrylbilder nicht mit den Malflächen zueinander gelagert werden, da sie ansonsten nach einer gewissen Zeit zusammenkleben.

 

 

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1 Kommentar »

  1. Ich habe einmal versucht ein Acryl Leinwandbild selbst zu malen und das Ergebnis war tragisch :( Ich werde nochmal mit deinen Tipps versuchen, drück mir die Daumen.

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