Anleitungen zur Kammzugtechnik und zum Schwammtupfen 

Zu den großen Vorteilen von Acrylfarben gehört, dass sich diese für die verschiedensten Maltechniken eignen. So müssen die Farben keineswegs immer nur mit dem Pinsel, dem Malmesser oder dem Spachtel aufgetragen oder durch das Beimischen von unterschiedlichen Malmitteln mit veränderter Konsistenz verarbeitet werden.

Für besondere Effekte können genauso eine ganze Reihe anderer Techniken angewandt werden.

Hierzu gehören beispielsweise die Kammzugtechnik und das Schwammtupfen. Beide Techniken wurden vermutlich für die Dekoration von Wänden entwickelt, bieten sich aber hervorragend an, um auf Möbelstücken, bei Zierelementen und auch bei Acrylbildern besondere optische Effekte zu erzielen. Beide Techniken sind recht einfach umzusetzen und kommen mit wenigen Hilfsmitteln aus, sorgen aber für äußerst interessante Ergebnisse, wobei diese, je nach verwendeter Technik, völlig unterschiedlich aussehen.

 

Wie die beiden Techniken nun aber konkret funktionieren,
erklären die folgenden Anleitungen:
 

  

Anleitung zur Kammzugtechnik

Die Kammzugtechnik wird mit einem speziellen Kamm umgesetzt. Dieser Kamm wird über eine Farbfläche geführt und dabei nehmen die Zinken die Farbe der obersten Schicht ab. Dadurch entsteht ein Muster aus gleichmäßigen Linien, wobei das Ergebnis von der Breite und dem Abstand der Zinken abhängt.

Im Normalfall wird der Kamm in senkrechter Richtung über die Farbfläche gezogen. Um die Muster zu variieren, können Kämme in unterschiedlichen Formaten verwendet werden. Möglich ist außerdem, einen Kamm in unterschiedlichen Richtungen zu ziehen und auf diese Weise verschiedene geometrische Muster zu gestalten.

 

Für die Kammzugtechnik werden folgende Materialien benötigt:

·         Kamm;

die Spezialkämme bestehen entweder aus Gummi oder aus Metall und sind mit unterschiedlich großen Abständen zwischen den Zinken und mit verschieden breiten Zinken erhältlich.

·         Acrylfarbe in zwei unterschiedlichen Farbtönen

·         Pinsel

Um eine Fläche mit der Kammzugtechnik zu gestalten, wird die Fläche zunächst deckend mit einer Acrylfarbe bemalt. Auf diese Farbfläche wird anschließend Acrylfarbe in einem anderen Farbton aufgetragen. Nun wird das Streifenmuster gestaltet, indem der Kamm über die noch feuchte Farbe gezogen wird.

Durch das Ziehen nehmen die Zinken des Kamms die Farbe der zweiten Farbschicht ab und auf der Fläche bleibt ein Streifenmuster zurück. Je nachdem, welcher Effekt gewünscht ist, können die Linien nun alle in der gleichen Richtung verlaufen oder es können Muster kreiert werden, bei denen sich die Linien im rechten Winkel oder diagonal kreuzen.

Durch den Wechsel des Kammes können außerdem breitere oder schmalere Linien mit größeren oder kleineren Abständen zueinander gestaltet werden. 

 

Anleitung zum Schwammtupfen

Die besondere Wirkung beim Schwammtupfen ergibt sich dadurch, wie die Farbe aufgetragen wird. Insgesamt gehört das Schwammtupfen zu den weit verbreiteten und sehr beliebten Techniken. Dies liegt sicherlich zum einen an dem sehr dekorativen Ergebnis und zum anderen daran, dass die Technik sehr einfach umzusetzen ist.

Dies wiederum gilt sowohl für Hintergründe und Farbflächen auf Acrylbildern als auch für große Möbelstücke und ganze Zimmerwände.

 

Für das Schwammtupfen sind folgende Materialien erforderlich:

·         Schwamm;

grundsätzlich eignen sich für das Schwammtupfen Natur- und synthetische Schwämme. Synthetische Schwämme sind jedoch härter und hinterlassen daher Effekte, die eher an eine Stempeltechnik erinnern. Insofern sind für das klassische Schwammtupfen Naturschwämme die bessere Wahl. Gerade bei kleinen Flächen wird aber auch kein ganzer Schwamm benötigt, sondern ein kleines Stück reicht völlig aus. Dies macht es zudem auch einfacher, die jeweilige Fläche zu gestalten.

·         Acrylfarbe in zwei Farbtönen
·         Pinsel

Für das Schwammtupfen wird die jeweilige Fläche zunächst deckend mit Acrylfarbe grundiert. Der Farbton bleibt dabei natürlich grundsätzlich dem eigenen Geschmack überlassen. Wichtig ist aber, dass der Farbton, mit dem grundiert wird, und der Farbton, der später aufgetupft wird, einen deutlichen Kontrast zueinander bilden.

Andernfalls wäre das Ergebnis nämlich kaum zu sehen. Besonders harmonisch sieht es aus, wenn die Fläche in einem hellen Farbton grundiert und anschließend der gleiche Farbton in einer wesentlich dunkleren Nuance aufgetupft wird. Wer besondere Effekte erzielen möchte, kann aber selbstverständlich auch zwei völlig unterschiedliche Farben verwenden. Wenn die Grundierung getrocknet ist, wird mit dem Schwamm etwas Acrylfarbe im zweiten Farbton aufgenommen und vorsichtig auf die Fläche getupft.

Dabei wird der Schwamm aber tatsächlich nur aufgetupft, nicht mit Druck auf die Fläche gedrückt. Zudem sollte immer nur wenig Farbe aufgenommen werden, denn andernfalls könnten anstelle eines leichten Musters eher Farbflecken zurückbleiben. Durch die feinen Abdrücke entsteht ein filigranes Muster, das ein wenig an Marmor erinnert. Nach und nach wird so nun die gesamte Fläche bearbeitet. Wer möchte, kann die Fläche außerdem noch lebendiger gestalten, indem er eine weitere Acrylfarbe auftupft.

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