Anleitung für ein selbstgemachtes Wandfries mit Acrylfarben

Acrylfarben gehören sowohl unter professionellen Künstlern als auch unter Hobby-Malern zu den sehr beliebten Farben, denn Acrylfarben lassen sich gut und vielseitig verarbeiten, trocknen schnell und hinterlassen leuchtstarke, intensive Farbflächen.

Zudem können Acrylfarben mit unterschiedlichen Materialien kombiniert und auf verschiedenste Untergründe aufgetragen werden. Nun müssen aber nicht immer nur Acrylbilder gemalt werden.

Könnten die Wände in der Wohnung beispielsweise eine kleine Auffrischung gut vertragen, soll aber nicht gleich der ganze Raum neu gestrichen oder frisch tapeziert werden, kann ein selbstgemachtes Wandfries die ideale Lösung sein. Die Basis für das Wandfries bildet eine einfache Tapete, die zu einem Streifen in der gewünschten Länge und Breite zugeschnitten wird.

Anschließend wird der Zierstreifen mit Acrylfarben und, sofern gewünscht, als eine Art Collage auch mit anderen Materialien gestaltet. Der Phantasie und Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, so dass mit einfachen Mitteln und wenig Aufwand eine individuelle, einzigartige und kunstvolle Wanddekoration geschaffen werden kann.

Übrigens muss das Wandfries auch nicht wie üblich als waagerechter Streifen angebracht werden. Überaus interessant kann es nämlich aussehen, wenn das Wandfries senkrecht verläuft oder die Wand mit einem Arrangement aus zwei oder drei senkrechten Zierstreifen dekoriert wird.

Wie ein solches Wandfries nun aber konkret angefertigt werden kann und welche Materialien dafür benötigt werden, erklärt die folgende Anleitung: 

 

Die Materialien für ein selbstgemachtes Wandfries

·         1 Rolle einfache, unbedruckte Tapete
·         Dispersionsfarbe für den Hintergrund
·         Holzleim
·         Acrylfarben
·         Kunststofffolie für die Schablone, ein Motiv nach Wunsch und Papier oder verschiedene Materialien zum Aufkleben
·         Teppichmesser oder Skalpell, Schere, Lineal und Pinsel 

 

Die Anleitung für ein selbstgemachtes Wandfries

 

1. Schritt: die Tapete zuschneiden und grundieren

Zuerst wird das Tapetenpapier zu einem Streifen in der gewünschten Länge und Breite zugeschnitten. Der Zuschnitt erfolgt dabei mithilfe von Lineal und Teppichmesser oder Skalpell. Dadurch ist nämlich eine saubere Schnittkante sichergestellt und unschöne Knicke, die beim Zuschnitt mittels Schere entstehen könnten, werden vermieden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich die Schnittkante dabei auch mit einem Bleistift vorzeichnen. Für die Grundierung werden anschließend drei Teile Dispersionsfarbe mit einem Teil Holzleim vermischt. Außerdem kann etwas Wasser hinzugefügt werden, denn dadurch wird die Grundierung etwas flüssiger und lässt sich leichter auftragen.

Wird die Dispersionsfarbe in dem Farbton gewählt, in dem auch die Wand gestrichen ist, ist die Tapete als Hintergrund später kaum zu sehen und das Muster des Zierstreifens, das wie direkt auf die Wand gemalt wirkt, wird stärker betont. Möglich ist aber selbstverständlich auch, einen Hintergrund zu gestalten, der sich deutlich von der Wand abhebt und so einen interessanten Kontrast bildet. 

 

2. Schritt: das Wandfries gestalten

Wie das Wandfries gestaltet wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Soll das Wandfries ein fortlaufendes Muster erhalten, bietet es sich an, mit einer Schablone zu arbeiten. Dazu wird das gewünschte Muster auf die Kunststofffolie aufgezeichnet und die Innenflächen werden mit dem Skalpell oder einer kleinen, spitzen Schere ausgeschnitten.

Die Schablone wird anschließend auf den grundierten Tapetenstreifen aufgelegt und die Innenfelder der Schablone werden mit Acrylfarbe ausgetupft. Ist das Muster vollständig ausgemalt, wird die Schablone vorsichtig abgenommen und für den nächsten Mustersatz erneut aufgelegt. Dabei sollte aber immer die Rückseite kontrolliert und bei Bedarf von eventuellen Farbresten befreit werden.

Eine andere Möglichkeit ist, das gewünschte Motiv in der benötigten Anzahl auf Papier auszudrucken und auszuschneiden. Genauso kann das Muster aber auch aus Servietten ausgeschnitten oder aus verschiedenen Materialien wie beispielsweise kleinen Papierschnipseln, Kordeln oder Blättern aus Stoff gestaltet werden. Um die Materialien auf dem Wandfries zu befestigen, wird Holzleim verwendet. Wer möchte, kann das Wandfries aber selbstverständlich auch wie ein echtes Acrylbild von Hand bemalen.  

 

3. Schritt: die Versiegelung auftragen

Ist das Wandfries fertig gestaltet und trocken, wird zum Abschluss noch eine Lasur als Versiegelung aufgetragen. Für die Lasur wird Holzleim mit ein wenig Acrylfarbe vermischt, wobei die Acrylfarbe ein bis zwei Farbtöne dunkler sein sollte als die Farbe, die für die Grundierung verwendet wurde. Der leicht eingefärbte Holzleim wird anschließend im Verhältnis 4:1 mit Wasser verdünnt und gleichmäßig auf das gesamte Wandfries aufgetragen.

Der Holzleim ist im feuchten Zustand milchig-weiß, trocknet aber transparent auf. Durch die leicht eingefärbte Lasur entstehen interessante Farbeffekte, wer darauf verzichten möchte, kann die Lasur aber auch nur aus vier Teilen Holzleim und einem Teil Wasser anrühren. Nun muss die Versiegelung nur noch trocknen, danach ist das Wandfries fertig und bereit für die Montage.

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