Anleitung für moderne Bilder mit Strukturpaste  

Mithilfe von Strukturpaste ist es recht einfach, sehr interessante, moderne Acrylbilder zu gestalten. Wer nicht auf fertige Strukturpasten oder -gele zurückgreifen möchte, kann alternativ auch einen Verdicker verwenden.

Dieser wird mit normaler Acrylfarbe vermischt und ermöglicht dann einen satten, pastosen Auftrag der Farbe.

Hier nun eine Anleitung für moderne Bilder mit Strukturpaste:

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Die Anleitung bezieht sich auf ein Bild, das überwiegend in schwarzer und hellgrauer Farbe gearbeitet wird. Hierfür werden dann Acrylfarben in Schwarz und Hellgrau sowie Strukturpaste in Weiß benötigt. Je nach Geschmack können die Farben aber natürlich entsprechend ausgetauscht werden.

Als weitere Werkzeuge und Hilfsmittel werden ein breiter Borstenpinsel sowie ein Zahnspachtel aus Metall mit mittlerer Zahnung verwendet. Als Malgrund empfiehlt sich eine auf Keilrahmen gespannte Leinwand im Format 30cm x 70cm.

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Im ersten Schritt wird die Innenfläche des Malgrundes in Hellgrau ausgemalt. Dabei sollte der Farbauftrag in der Bildmitte satt und zu den Rändern hin nur halbdeckend sein.

Dazu wird wenig Farbe mit dem Pinsel aufgenommen und die überschüssige Farbe vor dem Auftrag abgestrichen. Die Außenkanten des Malgrundes werden in schwarzer Farbe und deckend ausgemalt.

An den Übergängen zwischen den schwarzen und den hellgrauen Flächen wird dann wieder halbdeckend gearbeitet, so dass sich sanfte, weiche und unregelmäßige Übergänge ergeben.

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Nun wird die Strukturpaste aufgetragen. Dazu wird ein senkrechter Streifen gestaltet, der mittig durch das gesamte Bild verläuft.

Anschließend wird der Spachtel von oben nach unten durch den Streifen gezogen. Lebendiger wird das Bild, wenn am unteren Rand erneut etwas Modellierpaste aufgetragen und diese mit dem Spachtel zu einem Halbkreis oder einer anderen einfachen Figur gezogen wird. Wer möchte, kann zusätzliche Effekte erzeugen, indem er beispielsweise rote Farbe als Farbkleckse auf das Bild spritzt. Das fertige Bild muss nun etwa einen Tag lang trocknen, dann ist die Strukturpaste vollständig ausgehärtet.

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Neben der Spachteltechnik gibt es noch andere Möglichkeiten, die Strukturpaste auf dem Bild zu verteilen und zu gestalten. Wird die aufgetragene Paste mit einer Zahnbürste oder einem Schablonierpinsel bearbeitet, entsteht eine fein strukturierte Oberfläche.

Fransenartige Muster, die an einen Flokatiteppich erinnern, entstehen, wenn der Malspachtel leicht in die feuchte Paste gedrückt und dann ruckartig nach oben gezogen wird. Daneben können eine Spritztüte aus der Küche mit Paste befüllt und durch unterschiedliche Tüllen ebenso unterschiedliche Muster und Linien aufgebracht werden.

Für eher schlichte Linien oder reliefartige Schriftzüge genügt auch ein einfacher Gefrierbeutel, der mit Paste befüllt und bei dem eine kleine Ecke als Spritzöffnung abgeschnitten wird. 

Hier mal eine Video-Dokumentation zur Arbeit mit Strukturpasten:

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