Einen furnierten Rahmen fürs Acrylbild selbermachen

Einen furnierten Rahmen fürs Acrylbild selbermachen

Einen furnierten Rahmen fürs Acrylbild Selbermachen

 

So manches Acrylbild braucht den buchstäblich richtigen Rahmen, um optimal zur Geltung zu kommen. Nun sind hochwertige Bilderrahmen aber mitunter sehr teuer und trotz der großen Auswahl lässt sich manchmal einfach kein passender Rahmen finden. In diesem Fall kann es eine gute Lösung sein, einem Rahmen einfach selbst die gewünschte Optik zu verleihen.

Eine Möglichkeit hierbei ist das Furnieren. Durch die Auflage mit den dünnen Holzleisten verwandelt sich ein einfacher Rahmen aus rohem Holz in einen sehr edlen und dekorativen Bilderrahmen für das eigene Acrylgemälde. Dabei gibt es Furnier in vielen verschiedenen Farbtönen und je nach Holz mit deutlich oder kaum ausgeprägten Maserungen. Daher sollte sich passend zum Bild und zur Einrichtung ein geeignetes Material finden lassen.

 

Und wie ein furnierter Rahmen fürs Acrylbild entsteht, erklärt die folgende Anleitung:

 

Die Materialien für den furnierten Rahmen

  • ·         schlichter Rahmen aus rohem Holz
  • ·         Furnier
  • ·         Beize, farblich passend zum Furnier
  • ·         Kontaktklebstoff
  • ·         Leinöl
  • ·         seidenmatter Lack
  • ·         transparente Klebefolie
  • ·         Schleifpapier
  • ·         Pinsel
  • ·         Putzwolle und Stahlwolle
  • ·         Lineal und Cutter
  • ·         Spachtel und kleine Rollwalze

 

Einen furnierten Rahmen fürs Acrylbild selber machen – so geht‘s

1. Schritt: den Rahmen schleifen

Damit das Furnieren gelingt und ein optisch ansprechender Rahmen entsteht, muss die Oberfläche sorgfältig vorbereitet werden. Selbst kleinste Unebenheiten könnten sich sonst nämlich nicht nur unschön abzeichnen, sondern das Furnier sogar beschädigen. Die Folge könnten Risse im Furnier sein, die sich kaum kaschieren oder reparieren lassen. Die Arbeit beginnt deshalb mit dem Abschleifen des Rahmens. Dazu wird mit Schleifpapier gearbeitet und der Rahmen wird komplett, also nicht nur auf der Vorderseite, sondern auch auf der Rückseite und an den Innen- und Außenkanten, abgeschliffen.

 

2. Schritt: den Rahmen beizen

Wenn die Oberflächen glatt und der Schleifstaub entfernt sind, wird der Rahmen auf der Rückseite und an den Kanten gebeizt. Die Vorderseite des Rahmens wird nicht mit Beize behandelt. Hier wird später das Furnier aufgelegt. Durch das Beizen wird der Rahmen dem Furnier farblich angeglichen, so dass sich später ein harmonisches Gesamtbild ergibt.

Für das Beizen wird die Beize mit einem Pinsel gleichmäßig auf den Holzflächen verteilt. Direkt im Anschluss werden die gebeizten Holzflächen mit Putzwolle abgerieben. Dadurch wird die Beize gleichmäßig verrieben und überschüssige Beize gleichzeitig abgenommen. Wenn der erste Anstrich trocken ist, wird eine zweite Schicht Beize aufgetragen und ebenfalls mit Putzwolle bearbeitet.

 

3. Schritt: das Furnier zuschneiden

Um das Furnier exakt und passgenau zuschneiden zu können, kommt als Hilfsmittel transparente Klebefolie zum Einsatz. Die Folie wird zuerst auf eine Kante des Holzrahmens aufgelegt. Mit einem Stift werden dann die Gehrung in den Ecken und die Schnittkanten auf der Ober- und der Unterseite markiert. Anschließend wird die Klebefolie wieder abgenommen, auf das Furnier aufgelegt und mit der Rollwalze angedrückt. Dann wird das Furnier an den Markierungen auf der Folie entlang zugeschnitten.

Die Folie gibt aber nicht nur die Schnittkanten vor, sondern sie verhindert auch, dass das Furnier splittert oder verkratzt. Als Schneidewerkzeug wird ein Cutter verwendet. Damit die Schnitte gerade werden und der Cutter nicht abrutscht, sollte ein ausreichend langes und stabiles Lineal zu Hilfe genommen werden. So kann der Cutter direkt an der Kante des Lineals entlang geführt werden. Nach dem gleichen Schema wird dann auch das Furnier für die drei anderen Flächen zugeschnitten.

 

4. Schritt: das Furnier aufkleben

Jetzt folgt das eigentliche Furnieren. Dazu wird mit einem Spachtel Kontaktklebstoff auf die Rückseite des Furniers aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Dann wird das Furnier auf die entsprechende Fläche auf dem Holzrahmen aufgelegt und ausgerichtet.

Fixiert wird das Furnier so: Die Klebefolie auf der Oberseite wird ein kleines Stück abgezogen. Gleichzeitig wird das nun freigelegte Stück mit der Rollwalze fest angedrückt. Dann wird die Folie weiter abgezogen und das Furnier wieder fest angewalzt. So geht es weiter, bis das Furnierstück komplett fixiert ist. Ist die erste Furnierleiste aufgebracht, werden die drei anderen Furnierstücke genauso verklebt.

 

5. Schritt: das Furnier ölen und lackieren

Um der edlen Furnieroberfläche optisch den letzten Schliff zu geben und sie gleichzeitig vor Beschädigungen und Verunreinigungen zu schützen, wird sie nun noch geölt und lackiert. Dazu wird zuerst etwas Leinöl aufgetragen und auf der gesamten Rahmenvorderseite verteilt. Direkt im Anschluss wird überschüssiges Leinöl mit einem Stück sauberer Putzwolle entfernt.

Durch das Leinöl erhält das Furnier eine satte Farbe. Wenn das Leinöl getrocknet ist, wird die furnierte Fläche mit einer dünnen Schicht seidenmattem Lack versiegelt. Auch die Lackschicht muss wieder trocknen. Anschließend wird die Oberfläche mit Stahlwolle vorsichtig geglättet. Das Ölen und Lackieren mit den Trocknungszeiten dazwischen wird dann noch drei weitere Male wiederholt. Danach ist der Rahmen fertig und bereit, um ein Acrylbild optimal in Szene zu setzen.

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