Anleitung für eine effektvolle Farbhaut aus Acrylfarben

Anleitung für eine effektvolle Farbhaut aus Acrylfarben

Anleitung für eine effektvolle Farbhaut aus Acrylfarben 

Künstler-Acrylfarben werden in erster Linie verwendet, um damit Acrylbilder zu malen oder Gegenstände dekorativ zu verzieren. Aber mit Acrylfarben ist noch viel mehr möglich. So können sie beispielsweise zu einer Farbhaut mit einem originellen Netzmuster verarbeitet werden.

Dabei wird der Effekt genutzt, dass Acrylfarben abperlen, wenn sie auf Plastikfolie aufgetragen werden. Übermalt mit einer bunten Farbschicht und stabilisiert durch Modellierpaste, entsteht so eine Art Farbhaut, die in Stücke geschnitten und in Collagen eingefügt oder für diverse Bastelarbeiten verwendet werden kann. Dabei ist die Technik selbst sehr einfach umzusetzen. Allerdings braucht es recht viel Geduld, denn es dauert seine Zeit, bis die einzelnen Schichten jeweils durchgetrocknet sind.

 

Hier nun aber die Anleitung für Farbhäute aus Acrylfarben:

 

Die Materialien für eine effektvolle Farbhaut aus Acrylfarben

  • ·         Acrylfarben in mindestens zwei Farbtönen
  • ·         feine Modellierpaste/Strukturpaste
  • ·         PE-Folie
  • ·         breiter Pinsel
  • ·         Spachtel
  • ·         Schale oder Teller und etwas Wasser
  • ·         Firnis oder Klarlack zum Sprühen
  • ·         Klebeband oder Reißzwecken

 

Die Anleitung für eine effektvolle Farbhaut aus Acrylfarben

Als Träger für die Farbhaut aus Acrylfarben kommt eine PE-Folie zum Einsatz. PE-Folie ist als Rollenware erhältlich. Allerdings ist es nicht unbedingt notwendig, extra Folie zu kaufen. Genauso gut kann nämlich auch ein Müllsack oder eine Plastiktüte verwendet werden. Hierbei gilt nur darauf zu achten, dass bei einem bunt bedruckten Plastikbeutel die Innenseite verwendet wird, die nicht bedruckt ist.

Werden die Acrylfarben und die Modellierpaste auf die bedruckte Seite aufgetragen, kann es je nach Druckverfahren nämlich passieren, dass sich die Druckfarbe des Beutels auf die Paste überträgt. Von dem Muster aus Acrylfarben wäre dann nichts mehr zu sehen.

 

1. Schritt: die Netzstruktur anlegen

Zuerst wird die Folie ausgebreitet und glattgestrichen. Damit sie nicht verrutscht oder Falten schlägt, sollte sie mit Klebeband oder Reißzwecken auf einer festen Unterlage fixiert werden.

Anschließend wird etwas Acrylfarbe in eine kleine Schale gegeben und mit Wasser verdünnt. Das Mischungsverhältnis sollte dabei ungefähr 1:2 betragen, zu einem Teil Farbe werden also zwei Teile Wasser hinzugefügt. Sind Acrylfarbe und Wasser gut miteinander vermischt, wird die Foliefläche damit bemalt. Dazu wird die verdünnte Farbe mit einem breiten Pinsel aufgenommen und großzügig auf der Fläche verteilt.

Auf der Folie perlt die Farbe ab und ein hübsches Muster entsteht. Sollte sich die Farbe nicht zusammenziehen, muss etwas mehr Wasser hinzugefügt werden. Generell kann durch die Zugabe von mehr oder weniger Wasser aber ausprobiert werden, wie die Muster dann aussehen. Zu oft sollte aber nicht über die Folienfläche gestrichen werden. Dadurch würde die Farbe nämlich zu großen Farbklecksen zusammenlaufen und das schöne Netzmuster wäre dahin. Besonders schöne Effekte lassen sich übrigens erzielen, wenn das Netzmuster mit Effekt-Acrylfarben in Gold, Silber, Kupfer und anderen Metallictönen angelegt wird.

Ist die Farbe aufgetragen, muss das Muster vollständig durchtrocknen. Dies dauert einige Stunden lang.

 

2. Schritt: die Acrylfarben auftragen

Ist das Muster komplett trocken, wird die Folienfläche mit Acrylfarbe übermalt. Dieses Mal wird die Farbe aber nicht verdünnt, sondern so verwendet, wie sie aus der Tube kommt. Dabei kann die gesamte Fläche mit nur einer Acrylfarbe übermalt oder es kann eine Farbfläche aus mehreren unterschiedlichen Farbtönen gestaltet werden. Ist die gesamte Folie bemalt, muss die Farbschicht wieder komplett durchtrocknen. 

 

3. Schritt: die Modellierpaste aufbringen

Nachdem auch die Schicht aus Acrylfarbe trocken ist, wird auf die Fläche eine Schicht Modellierpaste aufgetragen. Je nach Hersteller wird die Modellierpaste auch als Strukturpaste bezeichnet. Solche Pasten sind in verschiedenen Körnungen erhältlich.

Für die Farbhaut sollte eine Modellierpaste verwendet werden, die eine feine Körnung hat und zu einer glatten Oberfläche auftrocknet. Die Modellierpaste wird mit dem Spachtel auf die Farbfläche aufgetragen und so verteilt, dass eine gleichmäßige, etwa 2 Millimeter dicke Schicht entsteht. Nun heißt es wieder, sich in Geduld zu üben, denn es dauert ungefähr zwei Tage, bis die Modellierpaste durchgetrocknet ist.

 

4. Schritt: die Farbhaut abziehen

Wenn auch die Modellierpaste durchgetrocknet ist, lässt sich die entstandene Farbhaut wie ein Aufkleber von der Folie abziehen. Auf der Vorderseite ist nun auch wieder das Netzmuster mit der Farbschicht aus Acrylfarben als Hintergrund zu sehen. Um die Farbhaut zu versiegeln, ist es ratsam, eine Schicht Firnis oder Klarlack aufzusprühen. Dadurch ist die Farbhaut vor Verschmutzungen und Witterungseinflüssen geschützt und die Oberfläche erhält gleichzeitig einen einheitlichen Glanzgrad. Dadurch kommen die Farben noch besser zur Geltung.

Die Farbhaut kann wie Papier mit einer Schere geschnitten und auf verschiedene Untergründe aufgeklebt werden. So lässt sie sich beispielsweise in eine Collage einarbeiten oder als besondere Dekoration auf einer Grußkarte anbringen.

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