Anleitung für ein modern-puristisches Sandbild

Anleitung für ein modern-puristisches Sandbild

Anleitung für ein modern-puristisches Sandbild 

Natürlich können Acrylbilder bildliche Motive zeigen. Genauso ist möglich, herrliche Gemälde mit abstrakten Inhalten zu kreieren oder streng-grafische Muster zu gestalten. Für diejenigen aber, die Spaß am Außergewöhnlichen haben und den modern-puristischen Stil schätzen, liefert die folgende Anleitung vielleicht die richtige Idee.

Hierbei geht es um ein Acrylbild mit deutlichen Strukturen, die reliefartig hervortreten. Für die besondere Oberfläche sorgt Sand. Farbige Lasuren verleihen dem Bild schließlich den letzten Schliff.

 

Die Materialien für das Sandbild

  • ·         eine Holzplatte als Malgrund
  • ·         Tapetenkleister
  • ·         Montagekleber
  • ·         Sand
  • ·         Zeitungspapier
  • ·         Behälter zum Anrühren und Rührwerkzeuge
  • ·         Pinsel
  • ·         Acrylfarbe in Weiß und anderen Farbtönen nach Wunsch
  • ·         Handschuhe und Folie zum Abdecken der Arbeitsfläche

 

Die Anleitung für ein modern-puristisches Sandbild

1. Schritt: den Hintergrund vorbereiten

Als Bildträger ist eine dünne Holzplatte sehr gut geeignet. Die Holzplatte ist nämlich schön stabil, so dass sie das Gewicht durch den Kleber und den Sand problemlos aushält. Durch die verschiedenen Schichten ist vom Malgrund später ohnehin nichts mehr zu sehen. Deshalb kann ruhig auch eine Holzplatte verwendet werden, die nicht ganz so ansehnlich ist. Wer unbedingt möchte, kann aber selbstverständlich auch eine Leinwand verwenden.

Für das Sandbild wird als erstes der Tapetenkleister angerührt. Die Anleitung dazu steht auf der Verpackung. Während der Tapetenkleister zieht, sollte die Arbeitsfläche mit Folie abgedeckt werden. Spätestens wenn später der Sand aufgetragen wird, steht andernfalls nach dem künstlerischen Gestalten nämlich eine ausgiebige Putzaktion an.

Der fertige Tapetenkleister wird nun in einer dünnen Schicht auf den Malgrund aufgetragen. Darauf wird eine Lage Zeitungspapier ausgelegt und angedrückt. Diese Lage Zeitungspapier wird dann noch einmal mit Tapetenkleister eingepinselt und mit einer zweiten Lage Zeitungspapier belegt. Dies wird anschließend noch ein drittes Mal wiederholt. Auch auf die dritte Lage Zeitungspapier wird eine Schicht Tapetenkleister aufgebracht.

 

2. Schritt: die Strukturen anlegen

Nun werden die Strukturen des Sandbildes angelegt. Dafür werden Zeitungspapierstücke zusammengerollt. Ob es lange oder eher kurze Zeitungspapierschlangen werden und ob sie dünn oder eher dick sind, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Die Zeitungspapierrollen werden anschließend in der gewünschten Position auf dem Malgrund angeordnet und vorsichtig festgedrückt.

Extra-Tipp: Wer sehr akkurate Strukturen möchte, die fast grafisch wirken, kann anstelle von Zeitungspapierschlangen auch kleine Kartonwürfel oder Papprollen (von Toilettenpapier, Küchenrolle oder Versandverpackungen) anbringen. Eher natürliche Strukturen wiederum, die an verwehten Sand erinnern, können angelegt werden, indem ein Stoffstück in Falten auf dem Malgrund drapiert wird.

Die Strukturen werden nun fixiert. Hierfür wird der Malgrund noch einmal mit drei Lagen Zeitungspapier abgedeckt. Wie zu Beginn wird dazu jeweils eine dünne Schicht Tapetenkleister aufgetragen, das Zeitungspapier aufgelegt und vorsichtig festgedrückt.

Das Gebilde muss dann gut durchtrocknen. Je nach Größe, Dicke der Schichten und Raumbedingungen dauert das ein bis zwei Tage lang.

 

3. Schritt: den Hintergrund weiß grundieren

Sind Tapetenkleister und Zeitungspapier trocken, wird der Malgrund mit weißer Acrylfarbe grundiert. Die Grundierung muss nicht komplett deckend sein. Sie soll lediglich verhindern, dass dunkle Stellen der Zeitung durchschimmern. Deshalb reicht eine Grundierschicht aus. Auch die weiße Acrylfarbe muss dann wieder trocknen.

 

4. Schritt: den Sand aufbringen

Nun wird das Bild zum Sandbild. Dafür wird der Montagekleber mit reichlich Sand vermischt. Welche Art von Sand verwendet wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Vogel- oder Terrariensand aus dem Zoofachhandel beispielsweise eignet sich genauso wie Spielsand aus dem Gartencenter oder Reißsand aus dem Baubedarf. Möglich ist außerdem, Sand in verschiedenen Körnungen miteinander zu mischen. Wer möchte, kann die Sand-Kleber-Mischung mit Acrylfarbe in Weiß oder einem Farbton seiner Wahl anreichern. Dadurch kommt die Mischung gleich eingefärbt auf den Malgrund.

Das Auftragen kann mittels Pinsel oder kleinem Spachtel erfolgen. Am besten lässt sich das Sand-Kleber-Gemisch aber mit den Fingern aufbringen, um die Strukturen legen und glattstreichen. Damit die Haut keinen Schaden nimmt, sollten dabei allerdings Handschuhe übergezogen werden. Ist alles fertig, muss der Kleber ungefähr einen Tag trocknen.

 

5. Schritt: das Bild farbig gestalten

Im Prinzip ist das Sandbild fertig, wenn die Sandschicht durchgetrocknet ist. Wem das Ganze so aber doch ein wenig zu modern-puristisch ist, der kann nun noch Farbakzente setzen. Hierfür werden Lasuren aus Acrylfarbe aufgetragen. Für eine Lasur wird eine Acrylfarbe im gewünschten Farbton mit Wasser verdünnt und mit dem Pinsel auf das Sandbild aufgetragen.

Dabei kann das Bild komplett oder nur stellenweise eingefärbt werden. Ist die Lasur trocken, kann eine weitere Schicht aufgebracht werden. Sehr schöne Effekte lassen sich dabei erzielen, wenn der Wasseranteil bei jeder Schicht reduziert wird. So werden die einzelnen Schichten zunehmend farbintensiver und es entstehen verschiedene Nuancen aus einem Farbton.

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