Anleitung für ein abstraktes Blütenbild

Anleitung für ein abstraktes Blütenbild

Anleitung für ein abstraktes Blütenbild

 

Acrylfarben ermöglichen die verschiedensten Maltechniken und so lassen sich dann auch die unterschiedlichsten Motive gestalten. Eine Idee für ein dekoratives Acrylbild mit tollen Effekten stellt die folgende Anleitung vor. Dabei geht es um ein abstraktes Blütenbild.

Der Hintergrund des Bildes besteht aus Flächen in drei Blautönen, die weich fließend ineinander übergehen. Das Hauptmotiv bilden zwei Blüten, die in Silber und Grau erstrahlen. Diese Farbzusammenstellung ist aber natürlich nur ein Vorschlag und auch die Anleitung selbst versteht sich in erster Linie als Anregung.  

 

Die Materialliste für ein abstraktes Blütenbild

  • ·         Keilrahmen
  • ·         Acrylfarben in drei Blautönen, Schwarz und Weiß
  • ·         Effektfarbe in Silber
  • ·         Acrylmalmittel
  • ·         Pinsel in verschiedenen Stärken
  • ·         Malpalette oder Teller
  • ·         2 Becher, einmal für Wasser und einmal für das Acrylmalmittel
  • ·         leere Linerflasche
  • ·         Naturschwamm nach Wunsch

 

Ein abstraktes Blütenbild gestalten – so wird’s gemacht

 

1. Schritt: den Hintergrund anlegen

Zunächst werden kleine Mengen der Acrylfarben auf die Malpalette oder einen Teller gegeben. Außerdem wird etwas Acrylmalmittel in einen Becher umgefüllt. Nun wird mit dem Pinsel der mittlere Blauton aufgenommen und in kurzen Pinselstrichen auf den Malgrund aufgetragen.

Dabei verlaufen die Pinselstriche sowohl waagerecht als auch senkrecht. Anschließend werden Farbflächen in dem hellen und dem dunklen Blauton angelegt. Die Farbflächen sollten allerdings nicht zu groß sein, sondern die Farben eher stellenweise aufgetragen werden. Im unteren Bildbereich und im Randbereich auf der rechten Seite kann zusätzlich etwas Schwarz in die Farbflächen eingebracht werden.

Dann wird ein breiter Pinsel mit Acrylmalmittel benetzt und mit schwungvollen, zügigen Bewegungen über den Malgrund geführt. Auf diese Weise vermischen sich die Farben miteinander und es entstehen weiche Farbverläufe. Solange die Farbflächen noch feucht sind, können sie auch mit einem trocknen Naturschwamm abgetupft werden. Dadurch werden die Farben teilweise wieder abgenommen und an anderer Stelle aufgetragen. Gleichzeitig kommen darunterliegende, bereits trockene Farbflächen wieder zum Vorschein.

Der Schwamm sollte allerdings nur an einigen Bildstellen zum Einsatz kommen. Wird er vollflächig angewendet, kann das Bild schnell zu unruhig wirken. Um die Farbflächen noch sanfter ineinander übergehen zu lassen, kann mit einem trockenen, breiten Pinsel über den leicht feuchten Malgrund gestrichen werden.

Damit der Hintergrund nicht zu dunkel wird, wird in die Bildmitte nun noch ein heller Akzent gesetzt. Dazu wird der Pinsel in die weiße Farbe und direkt danach in die hellblaue Farbe taucht. Anschließend wird mit wenigen, aber schwungvollen Pinselstrichen eine Farbfläche mittig auf dem Bild gestaltet.

Für ein harmonisches Gesamtbild und um die dunkleren Bildbereiche unten und am rechten Rand aufzulockern, können hier wenige, sehr dünne Striche ebenfalls in Weiß-Hellblau aufgemalt werden. Dabei sollten die Linien am unteren Bildrand waagerecht und am rechten Bildrand senkrecht verlaufen.

 

2. Schritt: die Blüten gestalten

Ist der Hintergrund fertig und trocken, geht es mit den Blüten weiter. Für die Blüten wird etwas Effektfarbe in Silber in eine Linerflasche gefüllt. Über die Spitze der Flasche kann die Farbe direkt auf den Malgrund aufgebracht werden. Begonnen wird dabei mit den Stängeln der Blüten.

Diese werden bogenförmig angelegt. Der erste Blütenstängel beginnt dabei an der Bildunterkante im rechten Drittel und verläuft in einem leichten Linksbogen bis kurz über die Bildmitte hinaus. An den Bogen, der den Stängel bildet, werden anschließend dünne Linien gesetzt.

Diese Linien gehen sternförmig auseinander. Eine zweite Blüte wird in der linken, unteren Bildecke angeordnet. Sehr schön sieht es dabei aus, wenn diese Blüte einen nur recht kurzen, nach rechts gebogenen Stängel hat und die sternförmigen Linien den Stängel der ersten Blüte stellenweise überlagern. Anstelle der Linerflasche kann aber selbstverständlich auch ein dünner Pinsel verwendet werden. 

Für die Blütenköpfe, die an die Enden der sternförmigen Linien gesetzt werden, wird ein heller Grauton aus Weiß und Schwarz angemischt. Anschließend werden die Köpfe der Blüten mit dieser Farbe auf den Malgrund gestempelt. Das Aufstempeln kann mit einem Schablonierpinsel oder einem Rundpinsel mit harten Borsten erfolgen. Auch ein Stück Naturschwamm oder einfach ein Finger eignen sich aber hervorragend als Stempel.

Ihren Feinschliff erhalten die Blütenköpfe mithilfe der silberfarbenen Effektfarbe. Sie kann stellenweise auf die Blütenköpfe aufgetupft oder in Form von feinen Linien oder kleinen Punkten auf und neben die Blütenköpfe aufgebracht werden.

 

3. Schritt: das Acrylbild mit Spritzeffekten abrunden

Damit eine harmonische Verbindung zwischen dem Hintergrund mit seinen weichen Farbflächen in verschiedenen Blautönen und den doch eher akkurat wirkenden Blüten entsteht, können zum Schluss ein paar Farbspritzer aufgebracht werden. Dazu wird der Pinsel gut mit der mittelblauen Farbe benetzt. Anschließend wird der Pinsel vor das Bild gehalten und mit einem Finger wird kräftig über die Borsten des Pinsels gestrichen. Dadurch gelangt die Farbe in Form von feinen Spritzern auf den Malgrund.

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