Acrylbilder gekonnt aufhängen: 6 Möglichkeiten

Acrylbilder gekonnt aufhängen: 6 Möglichkeiten

Acrylbilder gekonnt aufhängen: 6 Möglichkeiten 

Egal ob selbstgemalte oder gekaufte Acrylbilder: Kunstwerke an der Wand tragen erheblich dazu bei, wie ein Raum wirkt. Schon ein einziges Bild bei ansonsten leeren, weißen Wänden kann einem Zimmer eine stilvolle, elegante, moderne oder wohnliche Note verleihen.

Allerdings stellt sich natürlich die Frage, wie ein Acrylbild am besten in Szene gesetzt werden kann. Während es meist noch recht einfach ist, einen schönen Platz für ein einzelnes Gemälde zu finden, wird die Herausforderung umso größer, wenn mehrere Acrylbilder präsentiert werden sollen. Schließlich sollen die Acrylbilder eine Einheit bilden, aber trotzdem genug Raum haben, um für sich zu wirken.

Steht fest, welche Bilder aufgehängt werden sollen und ist auch die Wandfläche ausgewählt, gibt es mehrere Varianten, um die Bilder in Szene zu setzen.

 

Der folgende Ratgeber stellt sechs Möglichkeiten für das gekonnte Aufhängen von Acrylbildern vor:

Möglichkeit 1: als Einzelstück in Szene setzen

Es gibt Acrylbilder, die sehr groß oder überaus ausdrucksstark sind. Solche Bilder kommen am besten zur Geltung, wenn sie als Solisten präsentiert werden. Als Hingucker auf einer leeren Wand oder aufgehängt über einer Kommode, dem Bett oder einem Sessel, erhalten solche Bilder einen Ehrenplatz, der ihnen gleichzeitig genug Raum zum Wirken lässt.

Je nach Stil und Thema kann die Bildwirkung durch einen extravaganten, prunkvollen oder zurückhaltenden Bilderrahmen noch zusätzlich unterstützt werden. Es gibt umgekehrt aber auch Bilder, die gerade ohne Bilderrahmen erst so richtig zur Geltung kommen. 

 

Möglichkeit 2: Reihenhängung

Bei mehreren Acrylbildern, die vom Format, vom Stil, vom Thema und von den Farben her zueinander passen, bietet sich die sogenannte Reihenhängung an. Reihenhängung bedeutet, dass die Bilder alle ganz akkurat in einer Linie aufgehängt werden. Die Ober- und die Unterkanten der Bilderrahmen verlaufen somit auf gleicher Höhe und auch die Abstände zwischen den Bildern sind gleich.

Ob die Bilder dabei in einer waagerechten Reihe oder einer senkrechten Linie angeordnet werden, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Damit die Reihenhängung optimal zur Geltung kommt, sollten möglichst identische Bilderrahmen verwendet werden.

Eine Abwandlung der Reihenhängung ist dadurch möglich, dass die Bilder so angeordnet werden, dass ihre Bildmittelpunkte auf einer Linie liegen. In diesem Fall können auch Bilderrahmen in verschiedenen Größen zum Einsatz kommen. Damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht, sollten die Bilderrahmen dann aber in einem Stil und in einer Farbe gehalten sein.

 

Möglichkeit 3: Kantenhängung

Die Kantenaufhängung basiert auf einer Mittellinie, die waagerecht oder senkrecht verlaufen kann. Die Acrylbilder werden dann mit jeweils gleichen Abständen zur Mittellinie angeordnet.

Die Abstände zwischen den Bildern können variieren, die Kunstwerke selbst können also mal näher und mal weiter auseinander hängen. Entscheidend ist nur, dass die Entfernung zwischen der Mittellinie und den Kanten der Bilder oder der Bilderrahmen immer gleich ist.

 

Möglichkeit 4: Rasterhängung

Bei Acrylbildern, die vom Format her gleich sind oder alle in identischen Bilderrahmen präsentiert werden, kann durch die Rasterhängung eine tolle Wirkung erzielt werden. Bei dieser Form der Hängung werden die Kunstwerke in einem gleichmäßigen Raster angeordnet.

Die Bilder hängen also neben- und übereinander, mit jeweils den gleichen Abständen dazwischen. Dadurch bilden die Kunstwerke eine geschlossene und strenge Form. Gleichzeitig strahlt das Raster aus Bildern aber auch große Ruhe aus und wirkt sehr harmonisch.

 

Möglichkeit 5: Hängung in geometrischer Form

Sind mehrere, insgesamt eher unterschiedliche Acrylbilder vorhanden, kann sich eine Aufhängung in geometrischer Form auszahlen. Bei dieser Variante werden die Bilder scheinbar zufällig und wild durcheinander an der Wand angeordnet. Die Abstände zwischen den einzelnen Kunstwerken können verschieden sein und auch was die Bilderrahmen betrifft, ist alles erlaubt, was gefällt.

Ganz so zufällig ist die Anordnung dann aber doch nicht. Wird die Anordnung als Gesamtbild betrachtet, ergeben die Bilder nämlich ein Rechteck, ein Quadrat, einen Kreis oder ein Oval. Da sich alle Bilder somit innerhalb der gedachten geometrischen Grundform befinden, wird bei dieser Form der Hängung auch von Inside the lines gesprochen.

Umsetzen lässt sich die Hängung besonders gut, wenn entweder mit dem größten Bild oder mit dem Bild, das den Mittelpunkt bildet, begonnen wird und alle weiteren Bilder um dieses Bild herum arrangiert werden.

 

Möglichkeit 6: Salon-Hängung

Die Salon-Hängung zielt darauf ab, die Kunstwerke in einem geordneten Chaos zu präsentieren. Dafür werden viele verschiedene Acrylbilder an einer einzigen Wand aufgehängt. Die Bilder müssen weder vom Stil her noch thematisch oder farblich zueinander passen.

Entscheidend ist vielmehr, dass die Kunst als solches im Vordergrund steht. Deshalb folgen die Bilder keiner bestimmten Anordnung, sondern hängen fast schon beliebig durcheinander. Eine gewisse Ordnung bringen aber die Bilderrahmen in das Arrangement. Sie können leicht unterschiedlich ausfallen, aus verschiedenen Materialien bestehen und in mehreren Farben gehalten sein, sollten aber alle ein ähnliches Format aufweisen.

Die Farben sollten zudem eher dezent ausfallen. Zusammen mit einheitlichen Passepartouts sorgen die ähnlichen Bilderrahmen dafür, dass die Bilder miteinander korrespondieren. So schaffen sie eine Verbindung und beruhigen das scheinbare Chaos. Die Salon-Hängung hat ihre Wurzeln im Russland des 19. Jahrhunderts.

Dort waren es wohlhabende Mäzene, die diese Präsentation ihrer Kunstsammlung nutzten, um ihren Reichtum und ihre Macht zu demonstrieren. Ausgehend von den Wurzeln wird die Salon-Hängung auch Petersburger Hängung genannt.

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